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Jugendliche können sich beteiligen

Nach herben Rückschlägen: So plant Waldkraiburg den Neustart bei der Jugendarbeit

Die Jugendarbeit in Waldkraiburg soll auf neue Beine gestellt werden – in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Dabei geht es auch um die Frage, wie es mit dem Haus der Jugend weitergehen kann.
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Die Jugendarbeit in Waldkraiburg soll auf neue Beine gestellt werden – in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Dabei geht es auch um die Frage, wie es mit dem Haus der Jugend weitergehen kann.

Es war zuletzt nicht gut bestellt um die Jugendarbeit in Waldkraiburg: Nicht nur, dass es keinen Streetworker gibt, auch das Haus der Jugend hat schon eine Weile geschlossen. Jetzt startet die Stadt Waldkraiburg einen neuen Anlauf. Zusammen mit dem Landratsamt. Und die Jugendlichen sollen sich selbst einbringen können, was ihnen wichtig ist.

Waldkraiburg – Kein Streetworker, neues Personal nicht zu finden und das Haus der Jugend geschlossen – zuletzt ging es in der Waldkraiburger Jugendarbeit eher ein paar Schritte zurück als mit neuen Ideen nach vorne. Von „Rückschlägen“ sprach zuletzt Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG). Aber jetzt sieht sich die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt auf einem guten Weg. Der Stadtrat hatte sich im Mai dafür ausgesprochen, die Streetwork-Arbeit in die Fachaufsicht des Landratsamts zu geben.

Austausch mit den Jugendlichen

Das Netzwerk interkommunale Jugendarbeit im Landkreis Mühldorf soll Gemeinden den Einstieg in die Jugendarbeit mit hauptamtlichem Fachpersonal erleichtern und somit ein nachhaltiges Angebot für Jugendliche bieten. Wie diese Arbeit der „Jugendpfleger vor Ort“ aussehen kann, das erklärte Caroline Puffer dem Stadtrat.

Im Frühjahr soll es mit einem digitalen Jugendforum losgehen. „Mit Jugendlichen ab der achten Klasse wollen wir den Bedarf klären“, sagte Caroline Puffer. Dabei soll sich herauskristallisieren, was die Jugendlichen tatsächlich brauchen und wie eine Zukunft im Haus der Jugend aussehen kann. Ab nächstes Jahr sollen die Jugendpfleger vor Ort eingreifen. Bis Jahresende sollen die drei Stellen je 30 Wochenstunden für die Arbeit in Waldkraiburg ausgeschrieben sein. Weitere neun Stunden seien für Konzeptarbeit eingeplant.

Es geht unter anderem um den Austausch mit den Jugendlichen, um die Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit und die Vernetzung vor Ort. Halbjährlich will man den Stadtrat über die Arbeit informieren und Netzwerktreffen organisieren. „Die Aufgaben sind umfangreich. Aber erst einmal gilt es herauszufinden, was wirklich gebraucht wird“, betonte Caroline Puffer. Dazu brauche man auch den Austausch mit der Verwaltung und dem Jugendreferenten.

Entgegen der Zweifel von Anton Sterr (CSU) sollen die Jugendpfleger ihre jeweils 30 Stunden auch tatsächlich vor Ort arbeiten. Der Idee eines Jugendforums stand er ebenfalls skeptisch gegenüber. Er erwartet, dass spätestens ab dem zweiten Quartal Streetworker mit ihrer Arbeit beginnen. „Bei einem digitalen Jugendforum werden entsprechende Themen abgefragt, damit wir auch passgenau planen können“, erklärte Caroline Puffer.

Erfahrungswerte aus anderen Kommunen gibt es bislang allerdings nicht. Das Juvo starte gerade in Haag und soll sich im weiteren Landkreis etablieren. Aber schon vernetze man sich mit anderen Landkreisen. „Da passiert gerade viel in der Jugendarbeit“, erklärte Caroline Puffer.

„Überzeugt“ ist Christoph Arz (Grüne). Man werde schaffen, aus den Jugendlichen herauszukitzeln, was gebraucht werde. „Es muss jetzt etwas passieren.“ Abhängig von den Ergebnissen sei es denkbar, dass das Haus der Jugend seinen Betrieb wieder aufnimmt. „Das muss mit den Jugendlichen und den Juvos erarbeitet werden“, ging Pötzsch auf eine Frage von Norbert Fischer (CSU) ein.

Entwicklung Stück für Stück vorantreiben

Für Richard Fischer (SPD) müsse man nun die Entwicklung Stück für Stück vorantreiben, dabei aber auch auf den Kreisjugendring und dessen Erfahrungswerte zurückgreifen. Das schließt das Konzept der Juvos gar nicht aus. Die Arbeit könne mit Vereinen, Verwaltung und eben auch dem Kreisjugendring stattfinden.

„Die Jugendarbeit liegt seit einer Weile im Argen“, drückte Harald Jungbauer (CSU) aufs Tempo. Wann mit was gestartet werden, ist aber abhängig von unterschiedlichen Faktoren: Wie schnell können die Stellen besetzt werden, wie gut kann man die Jugendlichen beteiligen, welche Projekte braucht es lang- und kurzfristig. Fakt ist, dass mit der Arbeit begonnen wird, sobald die erste Stelle besetzt ist. Auch mit dem digitalen Jugendforum will man nicht lange warten. „Das startet unabhängig von der Stellenbesetzung, sondern mit externer Begleitung“, erklärte Michael Tulipan, Abteilungsleiter Kultur- und Generationenangebote. „Es wird was stattfinden und die Jugendarbeit soll dann Fahrt aufnehmen.“

Darauf hoffen jetzt alle Stadtratsmitglieder, die das Konzept der Juvos einstimmig unterstützen.

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