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Baulückenkataster erstellt

Hier kann in Waldkraiburg gebaut werden

Wo gibt es noch Potenzial zur weiteren Entwicklung? Ein Stadtplanungsbüro hat sich alle Grundstücke in der Stadt genau angeschaut und in die Kategorien geringfügig bebaut und klassische Baulücke eingeteilt. Das Grundstück an der Adlergebirgsstraße, Ecke Braunauer Straße gilt demnach als klassische Baulücke.
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Wo gibt es noch Potenzial zur weiteren Entwicklung? Ein Stadtplanungsbüro hat sich alle Grundstücke in der Stadt genau angeschaut und in die Kategorien geringfügig bebaut und klassische Baulücke eingeteilt. Das Grundstück an der Adlergebirgsstraße, Ecke Braunauer Straße gilt demnach als klassische Baulücke.

Wo steckt noch Potenzial in der Stadt? Wo lassen sich Lücken nutzen, bevor neue Flächen erschlossen werden? Die Stadt Waldkraiburg hat nun einen genauen Überblick, wo sich Chancen zur weiteren Entwicklung bieten. Doch eine Einschränkung gibt es.

Waldkraiburg – Während im Westen der Stadt das neue Baugebiet entwickelt werden soll, hat man sich derweil innerstädtisch auf Spurensuche begeben. Nach Baulücken und geringfügig bebauten Grundstücken. „Von der Regierung wird bei größeren Bauleitplanungen mittlerweile ein Baulückenkataster gefordert“, erklärte Bauamtsleiter Carsten Schwunck im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss. Erst Lücken schließen und dann erst neue Flächen bebauen.

Jedes Grundstück ist jetzt erfasst

Für die Datenbank hat ein Stadtplanungsbüro jedes Grundstück in der Stadt erfasst und anschließend differenziert zwischen klassischer Baulücke, geringfügig bebautes Grundstück und Leerstand. Dabei muss aber klar sein, dass das Baulückenkataster eine Bestandsaufnahme ist, dass sich der Status eines Grundstücks schnell ändern kann. Insgesamt gibt es bislang ungenutztes Potenzial auf rund 71 Hektar Fläche, das meiste davon ist in privatem Eigentum.

Wie geht es für die Stadt nun weiter? In einem ersten Schritt sollen die Eigentümer angeschrieben werden, ob es bereits Pläne für das Grundstück gibt, erklärte Schwunck. Die Rücklaufquote sei in solchen Dingen zwar meist gering, aber erste Entwicklungsabsichten könnten sich abzeichnen. Doch auch die könnten sich schnell ändern: „Es gibt große Grundstücke in der Stadt, die minimal bebaut sind. Sobald diese Grundstücke verkauft werden, wird in der Regel nachverdichtet“, erklärte Schwunck.

Verstecktes Potenzial, dennoch mahnte Anton Sterr zu einer behutsamen Nachverdichtung. „Gibt es einen Zeithorizont, bis wann die Eigentümer abgefragt werden?“, wollte er wissen. Und wie sei eine Lückenschließung vorstellbar? „Wartet man ab, bis die Eigentümer auf die Stadt zukommen?“

Pauschal ist dies laut Schwunck aber schwierig zu beantworten. Die Anschreiben für die Eigentümer seien noch für dieses Jahr geplant. „Damit stößt man etwas an, weißt sie auf ein Potenzial hin. Mit jeder Baugenehmigung fällt eine Lücke weg.“ Aber es gebe keine Baupflicht für die Eigentümer. Man könne nur regelmäßig darauf hinweisen, dass eine Bebauung möglich sei. „Einen Zeithorizont gibt es nicht, weil die Stadt nicht über die Grundstücke verfügt“, erklärt Schwunck. Die Stadt könne ihrerseits nach einer Rückmeldung auf die Eigentümer zugehen, um gemeinsam zu klären, was auf dem Grundstück möglich sei. „Wenn man etwas anregt, dann wird auch was passieren, dann kommt ein Stein ins Rollen. Dazu sind aber viele Gespräche nötig“, sagte Schwunck auf eine Nachfrage von Wolfgang Hintereder (UWG).

Dass das Interesse zum Nachverdichten plötzlich so groß sein könnte, dass deshalb zusätzliche Kinderbetreuungseinrichtungen benötigt werden, hält Schwunck auf Nachfrage von Ernst Schäffer (AfD) für sehr theoretisch. „Das Schließen der Baulücken hat darauf keine Auswirkungen“, erklärte Schwunck auf Nachfrage.

Viele Gespräche mit Eigentümern nötig

Nachverdichten statt Außenentwicklung auf der grünen Wiese – in dem Punkt waren sich alle Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses einig. Damit fiel auch die Abstimmung zum Konzept für das Innenentwicklungspotenzial einstimmig aus, um mit den vorhandenen Flächenressourcen der Stadt planvoller umzugehen.

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