Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

Großeinsatz für die Feuerwehren

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Freigabe vermutlich im April

Feingefühl für 160 Tonnen: Neue Harter Brücke am Innkanal bei Waldkraiburg eingehoben

Langsam schiebt sich die Brücke vom rechten Ufer zum linken vor.
+
Langsam schiebt sich die Brücke vom rechten Ufer zum linken vor.

Der erste Schritt zur Beseitigung des Nadelöhrs: Der Verbund hat die neue Brücke südlich von Waldkraiburg über den Innkanal eingehoben. Der Termin für die Freigabe der Straße steht auch schon.

Waldkraiburg – Ein lautes Knacken der Raupenketten ist zu hören, schon bewegt sich der Kran Zentimeter für Zentimeter weiter nach vorne.

An seinem Ausleger hängt die neue Harter Brücke, die über den Innkanal schwebt und langsam in ihre Position gebracht wird. Im Zuge des Kraftwerksneubaus ersetzt der Betreiber Verbund das alte Bauwerk durch eine neue Stabbogenbrücke aus Stahl.

100 Jahre hatte die alte Harter Brücke ihren Dienst üer dem Innkanal verrichtet, bereits vor Monaten wurde sie Stück für Stück abgetragen. Stück für Stück kam auch die neue Brücke an den Innkanal. Die Fahrbahnträger und die markanten Stahlbogen sind aus Einzelteilen gefertigt, die vor Ort miteinander verschweißt worden sind.

Ohne Sondertransport

„Auf diese Weise brauchte es für die Brückenteile keinen Sondertransport“, erklärt Projektleiter Thomas Wimmer.

60 Meter lang und mehr Tragkraft

60 Meter lang ist die Brücke und 160 Tonnen schwer allein das Stahlgerüst. Für den Kran kein Problem, der kann Lasten von bis zu 600 Tonnen heben.

Die vergangenen Wochenenden haben die Monteure durchgearbeitet, sodass gestern die Brücke eingehoben werden konnte. 160 Tonnen wiegt allein die Stahlkonstruktion, eine leichte Aufgabe für den Kran, der Lasten bis zu 600 Tonnen heben kann. 60 Meter lang ist das Bauwerk, über das auch künftig der Verkehr einspurig geführt wird.

Künftig dürfen auch Lastwagen die Brücke passieren

Mehr wird allerdings die Tragkraft. Waren es bisher 3,5 Tonnen, trägt die Brücke künftig Fahrzeuge mit einem Gewicht bis 40 Tonnen. Die Stadt hatte sich dafür stark gemacht für den landwirtschaftlichen Verkehr. Aus Sicht des Unternehmens wäre nämlich eine Tragkrafterhöhung nicht nötig gewesen.

Ruhig schwebt die Brücke am Ufer vom Innkanal. Auf beiden Brückenseiten werden nacheinander die letzten Vorkehrungen getroffen, für den riesigen Kran Matten ausgelegt, damit er sich mit seinen Raupen Zentimeter für Zentimeter vorarbeiten und die Brücke in Position bringen kann. Am anderen Ufer stehen die Monteure in Position, um mittels langen Leinen die Brücke genau auf die Widerlager zu manövrieren.

Arbeiten gehen im neuen Jahr weiter

Damit kehrt vorerst Ruhe auf der Baustelle ein, die restlichen Arbeiten gehen im neuen Jahr weiter. Dann werden die Lager an den Widerlagern einbetoniert, die Fahrbahnfläche wird zunächst ebenfalls betoniert und abgedichtet, bevor der endgültige Fahrbahnbelag aufgetragen wird und die Brücke wird noch komplett gestrichen. Viele Arbeiten sind witterungsabhängig. Mit einer Verkehrsfreigabe für die Harter Brücke rechnet Wimmer im April.

Zentimeter für Zentimeter senkt sich die Brücke ab und wird auf den Widerlagern abgesetzt.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier

Im neuen Jahr zieht der Kran weiter Richtung Au-Moos, wo sich im neuen Jahr die Aufgabe wiederholt. Denn dort baut der Verbund eine zweite Brücke in der gleichen Bauart. „Dort wird schon geschweißt“, erklärt Wimmer. Rund fünf Millionen Euro investiert der Verbund in beide Bauwerke. Beide Brücken waren notwendig geworden, weil der Verbund mit dem Neubau des Innkraftwerks den Wasserpegel im Innkanal um 70 Zentimeter erhöht. Damit wäre eine Durchfahrt unter der alten Brücke für die Rettungskräfte nicht mehr möglich gewesen.

Kommentare