BRK-Bereitschaft und Freiwillige Feuerwehr rücken aus

Übung zum Ernstfall im Gummiwerk "Kraiburg"

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Waldkraiburg - Am Samstag übte die BRK Bereitschaft und die Freiwillige Feuerwehr im Gummiwerk "Kraiburg" einen Ernstfall. Dabei wurde ein Unfall mit entzündlichen Inhalt nachgestellt und sogar Personen zu verletzen Opfern geschminkt.

Das angenommene Szenario:

Während einer Betankung hat ein Staplerfahrer einen Schwächeanfall und stößt mit dem Gabelstapler gegen Fässer mit entzündlichem Inhalt. Die Fässer havarieren und es kommt zu einer gefährlichen Verpuffung und starker Rauchentwicklung, bei der mehrere Mitarbeiter teils schwere Verletzungen erleiden.

Dieser Ernstfall wurde geprobt bei einer gemeinsamen Übung der BRK Bereitschaft Waldkraiburg mit der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg im Gummiwerk „Kraiburg“ am 30. April.

Übungen werden von den Rettungskräften regelmäßig durchgeführt, um für einen solchen Ernstfall jederzeit gut vorbereitet zu sein, und der eine oder andere war vielleicht schon einmal unter den Zuschauern. Aber wer und was steckt eigentlich alles dahinter? Von der Organisation und Vorbereitung über Maske und Regie bis zur Pyrotechnik.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen:

Als „Mimen“ hatten sich vier Mitarbeiter der Firma Kraiburg zur Verfügung gestellt, deren Verletzungen von den Mitgliedern der Sanitätsbereitschaft ausnahmsweise nichtbehandelt sondern umgekehrt, inszeniert wurden. Mit kuriosen Utensilien wie Knete, künstlichem Blut, Asche, Creme und sogar klarem Klebstoff zur täuschend echten Imitation von Brandblasen wurden die vermeintlichen Opfer geschminkt.

„Die Rettungskräfte wissen nicht, was sie erwartet wenn sie zur Einsatzübung gerufen werden.“ erklärt Kreisbereitschaftsleiter Wolfgang Rakowitz, während er einem Mimen gerade mit Ruß im Gesicht eine Rauchvergiftung aufträgt. „In diesem Fall sollen die Sanitäter erkennen, dass das Opfer möglicherweise Flammen ein geschnauft hat und entsprechend die richtigen Maßnahmen treffen.“

Feuerwehrler Christian Lipp bereitet derweil die Pyrotechnik vor. Die Rauchkanone läuft warm und es soll ordentlich krachen ...

Wolfgang Klein, auch Gruppenführer bei der FFW und Fachberater für den Bereich Gefahrgut, gibt den Mimen und den Führungskräften Regieanweisungen, aber er verrät nicht alles!

Um 10 Uhr wurde alarmiert und zahlreiche Mitarbeiter der Firma Kraiburg waren spontan eingesprungen um die Opfer aus dem Gefahrenbereich zu schaffen - Menschen Rettung an erster Stelle. Kurz darauf trafen die Rettungskräfte ein. Die Feuerwehr kümmerte sich um den Brandschutz und das BRK um die Versorgung der Verletzten.

Bei der Nachbesprechung in der Kantine waren natürlich alle wieder unversehrt und quicklebendig als Schnitzel und warmer Kartoffelsalat aufgetischt wurden! Der Übungseinsatz erfolgte ehrenamtlich und die Firma Kraiburg bedankte sich mit einer Spende.

An der Übung waren beteiligt:

- die Freiwillige Feuerwehr Waldkraiburg mit 23 Einsatzkräften, einem Einsatzleitfahrzeug, Drehleiter- und Löschwagen

- die BRK Sanitätsbereitschaft Waldkraiburg mit 10 Sanitätern inklusive Presse, einem Einsatzleitfahrzeug, einem Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen Typ B

- von der Firma Kraiburg 33 Mitarbeiter und last but not least die Küchencrew!

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

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