Corona bremst Waldkraiburger Rettungsgassen-Simulator-Projekt

„Wir würden ihn ja wahnsinnig gerne den Leuten verfügbar machen ...“

Der Rettungsgassen-Simulator des Feuerwehrmuseums Bayern aus Waldkraiburg auf der Gamescom 2019 in Köln. Seitdem fand er, wegen Corona, kaum Einsatz, wie Alexander Süsse (rechts), 1. Vorstand des Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg berichtet.
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Der Rettungsgassen-Simulator des Feuerwehrmuseums Bayern aus Waldkraiburg auf der Gamescom 2019 in Köln. Seitdem fand er, wegen Corona, kaum Einsatz, wie Alexander Süsse (rechts), 1. Vorstand des Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg berichtet.

Waldkraiburg - Eigentlich würde das ehrenamtliche Team des Feuerwehrmuseums schon lange ihren ganzen Stolz gerne der Öffentlichkeit zugänglich machen. Doch es gibt wegen Corona Probleme für den Rettungsgassen-Simulator.

„Wir würden ihn ja wahnsinnig gerne den Leuten verfügbar machen. Immer wieder kommen Anfragen, ob man ihn benutzen darf“, berichtet Alexander Süsse,  1. Vorstand des Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg gegenüber innsalzach24.de. „Allerdings haben wir leider noch keine gute Lösung dafür.“ Denn die enge Fahrerkabine des Simulators müsste nach jeder Benutzung großflächig desinfiziert werden. „Wir arbeiten aber, in Abstimmung mit den Behörden, mit Hochdruck daran."


Feuerwehrmuseum Bayern kann Rettungsgassensimulator wegen Corona vorerst nicht zugänglich machen

Nach exakt 34 Monaten Bauzeit hatte das Feuerwehrmuseum Bayern den Rettungsgassensimulator im August des vergangenen Jahres zum ersten Mal auf der Gamescom 2019 in Köln der Öffentlichkeit präsentieren können. Er entstand in Eigenregie und nur mit Hilfe einiger SponsorenAuf Basis eines originalen M.A.N-Führerhauses des Feuerwehraufbauherstellers Josef Lentner GmbH aus Hohenlinden sollen darin Interessierte selbst eine Einsatzfahrt mit und ohne Rettungsgasse im Simulator erleben. So soll auch auf die Dauer-Problematik mangelnder Rettungsgassen-Bildung in Staus aufmerksam gemacht werden. „Begeisterte Besucher absolvierten auf der Spielemesse über 1500 Rettungsfahrten", so Süsse.


Dank seiner neuentwickelten Simulationssoftware soll er ebenfalls als Sondersignalfahrttrainer für die Ausbildung von Feuerwehren und Rettungsdiensten verwendet werden. Doch erst einmal wurde daraus nur wenig. „Am letzten Tag der Gamescom beschädigte ein Besucher den Simulator, daraufhin musste er erstmal repariert werden“, erzählt Süsse. „Dann hatte er vor dem Corona-Shutdown nur noch an zwei Tagen Auftritte bei einer Veranstaltung in Ampfing. Im Museum kam er noch gar nicht zum Einsatz.“

Corona stellt Feuerwehrmuseum Waldkraiburg vor Herausforderungen - Aber es gibt auch einen Lichtblick

Auch das Museum selbst musste in Folge der Pandemie erhebliche Umstellungen vornehmen. „Unser Konzept ist ja eigentlich ein ‚Museum zum Anfassen‘“, erklärt Süsse, „Die Leute sollen bei uns die Feuerwehrfahrzeuge nicht nur anschauen, sondern teils selbst einsteigen, die Ausrüstung anfassen können und so weiter.“ All das sei derzeit nun nicht möglich. „Wir mussten alles hinausräumen und dann unsere Ausstellung komplett noch einmal neu aufstellen. Das ist als rein ehrenamtliches Museumsprojekt schon eine Herausforderung.“

Immerhin, einen Lichtblick gäbe es. „Bald können unsere kleinen Besucher wieder mit Bobbycars im Feuerwehr-Design durch das Museum düsen“, freut sich Süsse. „Wir haben dazu eigens eine ‚Bobbycar-Waschanlage‘ entwickelt, damit eine umfangreiche Desinfektion sichergestellt ist.

Das Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg hat jeden Samstag und Sonntag zwischen 10 bis 17 Uhr geöffnet.

hs

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