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Platzprobleme in der Verwaltung

„Das Rathaus platzt aus allen Nähten“: Stadt Waldkraiburg sucht Wege aus der Raumnot

Büroflächen im Kalander sollen das Raumproblem im Rathaus lindern. Zu den Beginn des nächstes Jahres wird das Sachgebiet „Kinder, Jugend und Schulen“ ausgelagert.
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Büroflächen im Kalander sollen das Raumproblem im Rathaus lindern. Zum Beginn des nächstes Jahres wird das Sachgebiet „Kinder, Jugend und Schulen“ ausgelagert.

Seit einigen Jahren hat die Stadtverwaltung Waldkraiburg zunehmende Raumprobleme. Jetzt kann sie diese nicht mehr im Rathaus lösen.

Waldkraiburg – „Das Rathaus platzt aus allen Nähten.“ Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) machte im Haupt- und Finanzausschuss deutlich, dass es dringend zusätzliche Räume für die Stadtverwaltung brauche. Mit den wachsenden Aufgaben und Herausforderungen habe die Stadt in den vergangenen Jahren Personal aufgebaut.

Bislang konnte sie den Platzbedarf noch im Gebäude decken. Schon zu Zeiten seines Vorgängers Siegfried Klika war der kleine Sitzungssaal zu Büroräumen umgebaut worden, später fand das Stadtarchiv nach einem Umbau in der ehemaligen Hausmeisterwohnung Platz.

Umbaumöglichkeiten komplett erschöpft

Ein Umbau genüge nun nicht mehr, die Kapazitätsgrenzen seien erreicht. Bis zum Neubau eines Rathauses, in dem zusätzliche Räume vorgesehen sind, brauche es weitere Büroflächen außerhalb des Hauses. Eine Abteilung muss deshalb ausziehen.

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Zu den zwei Sachgebieten, die besonders stark von der Entwicklung betroffen sind, zählt – neben „Personal und Organisation“ – das Sachgebiet „Kinder, Jugend und Schulen“, das mit deutlich gestiegenem Erwartungshaltungen bei Schulen, Kitas und Eltern konfrontiert sei.

Besonders gestiegen sei der Aufwand mit der Errichtung von zwei städtischen Kindertagesstätten. Dazu sind auch die Umsetzung des „Digitalpaktes der Schulen“ die Neuorientierung und der Ausbau der Jugendarbeit in diesem Bereich zu bewältigen. Sukzessive wurde das Personal in diesem Sachgebiet verstärkt.

Ein Sachgebiet zieht in Kalander um

Erschwert habe die Zusammenarbeit auch die Tatsache, dass die Büros, die zu dem Sachgebiet gehören, auf zwei Stockwerke verteilt sind. Wie Abteilungsleiter Michael Tulipan erklärte, läuft derzeit auch eine Untersuchung der Organisationsstrukturen und -prozesse im Rathaus. Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu verbessern.

Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Eine räumliche Zusammenlegung der Mitarbeiter in diesem Bereich wird aber empfohlen. Geeignete Räume, die fußläufig vom Rathaus aus zu erreichen sind, stehen zur Verfügung – „Am Kalander 1“, dort wo früher einmal die Volkshochschule-Geschäftsstelle untergebracht war.

Auslagerung auf etwa dreieinhalb Jahre befristet

Die Räume gehören der Stadt und stehen zur Verfügung. Auf zwei Etagen mit einer Fläche von 230 Quadratmetern bieten sie Platz für fünf Büroräume inklusive Küchenzeile. Neun Arbeitsplätze finden dort Platz, auch der Abteilungsleiter zieht mit. Der Umzug ist Anfang 2022 geplant. Auf etwa dreieinhalb Jahre – bis zur geplanten Fertigstellung des Rathauses – ist die vorübergehende Auslagerung befristet.

Umzug kostet 130.000 Euro

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Pläne einstimmig befürwortet. Die einmaligen Investitionskosten für Büroausstattung und IT/Glasfaseranbindung betragen etwa 62.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Hausgeld, Strom, Reinigung und so weiter in Höhe von gut 1600 Euro im Monat, in dreieinhalb Jahren sind das fast 68.000 Euro. Die Räume, die durch die Auslagerung des Sachgebiets im Rathaus frei werden, besetzen dann andere wachsende Sachgebiete.

Personalentwicklung seit 2016

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter der Stadt Waldkraiburg ist in den vergangenen Jahren von 155 auf 181 gestiegen. Wie aus einer Statistik der Stadt hervorgeht, ist diese Entwicklung ausschließlich auf die Eröffnung der beiden städtischen Kindertagesstätten zurück zu führen.

Der Anteil der Mitarbeiter, die im Rathaus beschäftigt sind, ist von 2016 bis 2021 von 82 auf 86 gestiegen und wird 2022 auf voraussichtlich 93 ansteigen. So viele Stellen seien bereits geplant, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die personellen Verstärkungen ergeben sich demnach insbesondere:

  • im Sachgebiet Kinder, Schule und Jugend aus einem Mehraufwand durch die Trägeraufgabe der beiden städtischen Kitas und Herausforderungen wie die Digitalisierung an Schulen, die Renovierung und Anbau an den Schulen und Corona
  • im Bereich Projektmanagement für Digitalisierung und E-Government sowie eine weitere Stelle für die EDV zur Unterstützung der Umsetzung der Digitalisierung der Stadtverwaltung
  • mit der Auflösung der Stadtmarketing GmbH und der Installierung des Sachgebiets Presse und Kommunikation in der Stadtverwaltung
  • im Sachgebiet Personal und Organisation durch neue wachsende Aufgaben im Rahmen der Organisations-, Personal- und Kulturentwicklung

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