Eisstock-WM: Ausstellung im Rathaus

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Freude bei der Scheckübergabe im Rahmen der Ausstellungseröffnung

Waldkraiburg - Bis zur Eisstock-WM dauert es zwar noch vier Wochen. Die erste Eröffnung gab es aber bereits am Dienstagabend.

Zur Präsentation einer Ausstellung über die Geschichte des Eisstocksports im Rathaus reiste auch Manfred Schäfer, der Präsident des internationalen Verbandes IFI, an.

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Der Eisstocksport hat eine lange Geschichte. Wie alt dieses Freizeitvergnügen ist, beweist das Gemälde "Die Jäger im Schnee", das der niederländische Maler Pieter Brueghel der Ältere 1560 auf einer Reise nach Rom malte. Es zeigt Männer, die sich an einem alpendländischen Weiher bei einem Eisstock-ähnlichen Spiel unterhalten. Bayern und Österreicher können also aufatmen. Die Wiege dieses Sports liegt nicht, wie früher vermutet, in Skandinavien, sondern in den heutigen Hochburgen. Nicht nur die Frühgeschichte des Sports hellt die Ausstellung auf. Sie erinnert auch daran, dass Eisstockschießen schon einmal ganz nah dran war am Ziel aller Sportler und Funktionäre: Olympia! 1936 in Garmisch-Partenkirchen gab es internationale und nationale Vorführwettbewerbe.

Countdown zur Eisstock-Weltmeisterschaft

Bis zur letzten Minute hatte Dieter Söper zusammen mit Michael Schrödl, Leonhard Mittermair und anderen Helfern an der Ausstellung gearbeitet. Anhand von Texttafeln, Bildern, Eisstöcken, Platten und anderen Sportgeräten zeigt die Schau die Entwicklung vom Freizeitvergnügen anno dazumal zum High-Tech-Sport auf. Der Vergleich eines Stocks aus dem Jahr 1854, der aus der Gegend von Waldkraiburg stammt, und der Stöcke, die auch bei der WM zum Einsatz kommen, spricht Bände.

Bürgermeister Siegfried Klika freut sich, dass mit der Ausstellung auch Bürgern, die nicht aus Ländern mit Eisstock-Tradition kommen, der Sport und die Weltmeisterschaft näher gebracht werde. Er sei stolz, so Klika, dass die Stadt "eine hervorragende Infrastruktur" für die Veranstaltung bieten könne. Seine Anerkennung sprach er den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um den Chef des Organisationskomitees, Ulli Maier, aus.

IFI-Präsident Manfred Schäfer, der sich freute, "vorweltmeisterliche Luft zu schnappen", teilte mit, dass zur WM bislang Teams aus 24 Nationen gemeldet wurden. "Alle Erdteile sind vertreten. Das ist ein beachtliches Meldeergebnis."

Eisstadion bekommt eine Videowall

Die Geschichte des Eisstocksports dürfe nicht verloren gehen, so Schäfer weiter. Er wünsche sich, dass die Ausstellung, die bis 15. März zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen ist, in Waldkraiburg zu einer Dauereinrichtung wird. Bürgermeister Klika signalisierte Gesprächsbereitschaft.

Ganz sicher zu einer Dauereinrichtung wird die zehn Quadratmeter große Videowall, die rechtzeitig zur WM im Eisstadion installiert wird. Nach der WM werden also auch andere Sportarten wie Eishockey davon profitieren. Nur in Hallen in Inzell oder München, so hieß es, gebe es bereits eine ähnliche Infrastruktur.

Möglich wird dies unter anderem durch die Unterstützung der Kreissparkasse Altötting-Mühldorf, deren Vorstandsvorsitzender Herbert Langstein einen Spendenscheck über 15.000 Euro zur Eröffnung mitbrachte.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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