Extremes Infektionsgeschehen

Waldkraiburger Stadtrat fordert von Landratsamt konkrete Zahlen zu Testergebnissen

Nasebohren erwünscht: Corona-Tests in Betrieben sollen unter anderem die Arbeitsabläufe sichern.
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Der Waldkraiburger Stadtrat fordert konkrete Zahlen aus den Testzentren. (Symbolbild)

Immer nur vom „diffusen Infektionsgeschehen“ zu hören, sieht UWG-Stadtrat Ulli Maier als sehr unbefriedigend an. Er erwartet konkrete Zahlen aus den Testzentren und die Quoten der positiven Tests vom Landratsamt.

Waldkraiburg – Die hohen Infektionszahlen im Landkreis und insbesondere in Waldkraiburg waren auch Thema im Stadtrat. Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) bedauerte, dass vom Landratsamt keine Informationen vorliegen, warum die Zahlen in der Stadt so hoch sind. „Leider lässt sich nicht feststellen, wie viele der durchgeführten Tests im Verhältnis positiv sind, da es inzwischen zu viele Testmöglichkeiten gibt.“

Als unbefriedigend sieht das Stadtrat Ulli Maier (UWG) an. Immer nur vom „diffusen Infektionsgeschehen“ zu hören, das sei ihm zu wenig. „Warum ist es nicht möglich, die Zahlen und Quoten in einem Testzentrum separat zu erfassen und zu melden? Warum sollen Apotheken das nicht machen können?“ Pötzsch will sich noch einmal um die Zahlen bemühen, um gezielt in der Stadt präventive Aktionen zu machen.

Stadtrat Ulli Maier kritisierte, dass die Kommunen zu wenig Informationen über die Ergebnisse der Tests erreiche.

Stadträtin Martina Arnusch-Haselwarter (SPD) kritisierte, dass Bürger, die am Wochenende einen negativen Schnelltest brauchen und nicht zum Hausarzt können, sich nicht telefonisch, sondern nur über Handy-App im Testzentrum in der Schulschwimmhalle anmelden können. „Was machen denn da die alten Leute?“ Auch in der Zulassungsstelle sei nur eine Online-Anmeldung möglich.

Der Bürgermeister sagte zu, mit der Verwaltung nach einer Lösung zu suchen.

Pötzsch verteidigt Corona-Maßnahmen im Rathaus

Auch zur Kritik eines Bürgers, dass die Stadt sich einen Securitymitarbeiter am Rathaus-Empfang leiste, um den Einlass zu kontrollierten, nahm Pötzsch Stellung. Er verteidigte die Maßnahmen in der Stadtverwaltung. Dadurch habe man den Betrieb dauerhaft aufrechterhalten und die Verwaltung voll funktionsfähig halten können. Im vergangenen Jahr habe es nur zwei positive Fälle gegeben.

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