Bald geht es nur noch durch diesen Tunnel

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Radfahrer und Fußgänger müssen in Zukunft durch den Tunnel, um nach Niederndorf zu kommen. Die Schutzplanke an der Kreisstraße wird verlängert, um die Einmündung der Pürtener Straße zu schließen. Die alte Gemeindestraße wird ein Stück zurückgebaut.

Waldkraiburg - In Zukunft können Fußgänger und Radfahrer die Kreisstraße MÜ 18 nicht mehr direkt überqueren, sonder sind gezwungen, diesen Tunnel zu benutzen. Der Grund:

Bauliche Veränderungen an der Kreuzung der Kreisstraße MÜ 18 mit der alten Pürtener Straße bei Niederndorf werden in Zukunft dafür sorgen, dass Fußgänger und Radfahrer die Kreisstraße nicht mehr direkt überqueren können, sondern gezwungen sind, die vorhandene Fußgängerunterführung zu benutzen.

Die Stadt hatte diese Maßnahme beim Landkreis beantragt, nachdem im vergangenen Jahr an dieser Stelle ein Bub bei einem Unfall ums Leben kam.

Im Stadtentwicklungsausschuss berichtete Gerhard Oswald von der Stadtverwaltung über den Stand der Planungen der Kreistiefbauverwaltung. Demnach wird die Einmündung der Pürtener Straße in die Kreisstraße vollständig geschlossen. Die Planung sieht vor, die Stahlschutzplanke um 56 Meter zu verlängern. Die alte Pürtener Straße wird ab dem Abgang in den Fußgängertunnel auf eine Wegbreite von zweeinhalb Metern zurückgebaut und hinter der Schutzplanke an den bestehenden Fußweg Richtung St. Erasmus angeschlossen. Die Rückbaufläche wird begrünt. Mit dem Landwirt, der die Feldzufahrt an dieser Stelle nicht mehr nutzen kann, ist eine einvernehmliche Lösung gefunden: Die Zufahrt wird an die Einmündung von der Staatsstraße 2091 in die Pürtener Straße verlegt. Dazu musste der Seitenstreifen der Pürtener Straße im Einfahrtsbereich auf einer Länge von etwa 30 Metern entfernt werden, um die lichte Breite des Weges für große Fahrzeuge zu erweitern. Der Fußgängertunnel, den viele Radler und Fußgänger bislang gemieden hatten, weil er oft verdreckt und unbeleuchtet ist, wird in Zukunft beleuchtet.

In ein bis zwei Monaten sollte diese Planung realisiert sein, so Oswald.

Die Veränderungen zwingen Fußgänger und Radfahrer dazu, die Straße durch den zwei Meter hohen Tunnel zu überqueren. Radfahrer müssen dazu absteigen. Ob der Umbau tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt? Bürgermeister Siegfried Klika hofft, dass er angenommen wird und die Radfahrer den Weg nicht umfahren.

Die geschätzten Kosten für die Arbeiten der Kreistiefbauverwaltung betragen laut Oswald 7300 Euro. Für die Ausstattung des Fußgängertunnels mit einer Beleuchtung gibt es eine Projektierung der Stadtwerke, die mit 10800 Euro veranschlagt ist. Einsparungsmöglichkeiten werden noch geprüft. Die Stadt Waldkraiburg muss als Straßenbaulastträger der alten Pürtener Straße vorläufig einen Anteil von 9000 Euro einbringen.

hg/Mühldorfer-Anzeiger

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