Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stellplatz-Pläne in der Kritik

Bäume sollen für zusätzliche Waldkraiburger Kinderkrippe weichen: Naturschützer protestieren

Müssen die Bäume rechts entlang der Adlergebirgsstraße weichen, um Platz für eine neue Straße und Parkplätze zu schaffen?
+
Müssen die Bäume rechts entlang der Adlergebirgsstraße weichen, um Platz für eine neue Straße und Parkplätze zu schaffen?

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder in Waldkraiburg bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Neubau einer Kinderkrippe mit vier Gruppen soll Entlastung bringen. Doch nicht überall sorgen die Pläne für Begeisterung: Der Bund Naturschutz lässt mit deutlicher Kritik aufhorchen.

Waldkraiburg – An der Kopernikusstraße gibt es mit der Kita St. Christopherus bereits eine Betreuungseinrichtung. Am südwestlichen Rand des Grundstücks kommt jetzt eine Weitere hinzu. Eine neue Krippe bedeutet nicht nur, einen kleineren Garten, es müssen auch Parkplätze für das zusätzliche Personal und den Hol- und Bringverkehr geschaffen werden. Ein Punkt, an dem der Bund Naturschutz in einem offenen Brief an Bürgermeister Robert Pötzsch Kritik übt.

Bund Naturschutz fordert mehr Weitblick

„Der Bund Naturschutz verkennt weder die Notwendigkeit der Kinderrippe noch der Verbesserung der Situation der Parkplätze“, heißt es darin. Störend sei aber, dass die Stellplätze inklusive einer Zufahrt zur neuen Einrichtung in dem kleinen Waldstück an der Adlergebirgsstraße entstehen sollen. Dorthin möchte man auch später alle Schulbushaltestellen für das Schulzentrum an der Dieselstraße umlegen. „Ein großer Teil der Bäume, darunter beeindruckende alte Buchen und Kiefern, dürfte den Parkplätzen und Wegen zum Opfer fallen“, heißt es weiter.

Für die verbliebenen Bäume bedeute dies voraussichtlich eine Instabilität bei Sturm, sodass mit weiteren Fällungen, aus Gründen der Verkehrssicherheit, zu rechnen ist. Bevor Bäume gefällt werden, wünscht sich der Bund Naturschutz mehr Weitblick. „Anstatt einen neuen Parkplatz zu bauen, könnte man versuchen, eine Regelung für das Kurzparken der Eltern auf dem Netto-Parkplatz zu finden“, sagt Doris Anzinger-Pohlus, Zweite Vorsitzende der Kreisgruppe.

Bürgermeister kontert

Für Pötzsch haben die Stellplatz-Pläne aber nichts mit fehlendem Einfallsreichtum zu tun. Die Kinderkrippe entsteht auf einem hinterliegendem Grundstück und braucht somit eine eigene Erschließungsstraße als Zufahrt zu den Parkplätzen und für die Feuerwehr auf die Adlergebirgsstraße. „Die Kopernikusstraße ist einerseits sehr schmal, andererseits ist der Bedarf für 16 Parkplätze auf dem Netto-Parkplatz nicht darstellbar“, erklärt Pötzsch.

Zuletzt seien Eltern oft nicht dazu bereit, weiter weg von einer Einrichtung zu parken. Der Eingriff in die Waldfläche soll auf ein Minimum begrenzt werden, aber es gebe auch Flächen, wie das Waldstück an der Adlergebirgsstraße, die als Entwicklungsflächen definiert seien.

re

Kommentare