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Radverbindung zwischen Stadt und Land

Auf Feld- und Waldweg nach Waldkraiburg: Ist Ausbau für Radler 170.000 Euro wert?

Über den sogenannten Edergasteigweg, einen Feld- und Waldweg, sollen künftig die Radler vom Inntal nach Waldkraiburg fahren können.
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Über den sogenannten Edergasteigweg, einen Feld- und Waldweg, sollen künftig die Radler vom Inntal nach Waldkraiburg fahren können.

Gut 170.000 Euro kostet es, einen Feld- und Waldweg durch den Herzogshart zur Radwegverbindung zwischen Waldkraiburg und St. Erasmus auszubauen und bis zur Bayernbrücke zu verlängern. Während der Umweltreferent für das Projekt wirbt, ist die Verwaltung skeptisch.

Waldkraiburg – Wer vom Inntal nach Waldkraiburg radeln will, hat es nicht ganz einfach, nicht nur wegen des schweißtreibenden Anstiegs. Es fehlt an Verbindungen. Derzeit wird das besonders deutlich: Weil die Innkanalbrücke bei Hart erneuert wird, sind alle Zugänge und Zufahrten für Fußgänger und Radfahrer zum Steinbrunner Berg gesperrt und damit nach Waldkraiburg-Süd und ins Stadtzentrum.

Radweg an der Kreisstraße 18 nicht in Sicht

An einen zeitnahen Ausbau der Kreisstraße MÜ 18 mit einem Geh- und Radweg am Stockhamer Berg glaubt wegen der schwierigen Geländeverhältnisse in diesem Bereich niemand.

Deshalb hat Umweltreferent Wolfgang Hintereder (UWG) den Ausbau des sogenannten Edergasteigweges ins Spiel gebracht. Der öffentliche Feld- und Waldweg östlich des Stockhamer Berges führt über einen steilen Hohlweg die Hangkante hinauf in den Staatswald „Herzogshart“ nach Waldkraiburg.

Dort, im sogenannten „Gasteig“, mündet er in einen unbefestigten Fuß- und Radweg ein, den die Stadt vor vielen Jahren ausgebaut hatte. Bei Spaziergängern und Radfahrern ist der Weg Im Gasteig sehr beliebt. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ist zudem langfristig vorgesehen, diesen Weg bis zum Knotenpunkt Bayernbrücke, also zum Schulzentrum, auszubauen.

Stadt hat Vorplanung in Auftrag gegeben

Für den Ausbau der Verbindung vom Inntal zum Schulzentrum hat die Stadt laut Bauamtsleiter Carsten Schwunck ein Ingenieurbüro mit einer Vorplanung beauftragt. Die geschätzten Bruttokosten setzt das Büro mit 173.000 Euro an, davon entfallen fast 123.000 Euro auf die Ertüchtigung des Feld- und Waldweges und gut 50.000 Euro auf den Ausbau des unbefestigten Fußwegs im Gasteig bis zur Bayernbrücke und zum Bahnhaltepunkt.

Einwände aus der Bauverwaltung

Im Haushalt und im Investitionsprogramm seien dafür keine Mittel veranschlagt, so Schwunck. Eine Investitionsförderung durch Bund oder Land sei fraglich, weil der Weg kein Radweg, sondern eine Radwanderstrecke sei. Eine Asphaltierung sei nicht möglich. Mittel könnten über das Amt für ländliche Entwicklung, beziehungsweise die LEADER-Förderung fließen. Vorsorglich wurde das Projekt zwecks Regionalförderung für Radwegebau beim Landkreis gemeldet.

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Weil die Steigung stark ist und der Weg durch ein dunkles Waldstück führt, äußerte der Bauamtsleiter allerdings Zweifel, ob der Weg tatsächlich von Schülern genutzt werde.

„Das geht auch günstiger“: Umweltreferent zweifelt Kostenschätzung an

Umweltreferent Hintereder widersprach: „Stadtumlandverbindungen sind gewünscht.“ Das Einzugsgebiet sei sehr groß, der Weg werde auch von Schülern genutzt. Er bleibt dabei: Das sei kein Radwander-, sondern ein Radweg, so der Stadtrat, der die Kostenschätzung anzweifelte. 160 bis 190 Euro pro Laufmeter sei sehr viel. „Das geht auch günstiger.“

Stadtrat geht fest von hoher staatlicher Förderung aus

Hintereder erwartet sich Mittel aus dem Sonderprogramm Stadt und Land, das hohe Fördersätze von 75 und 80 Prozent vorsehe. Entsprechend geringer fallen die Kosten für die Stadt aus. „Für 40.000 bis 50.000 Euro wäre das machbar“, so der Umweltreferent. Im städtischen Haushalt seien weit über 200.000 Euro für Rad- und Gehwegverbindungen eingestellt, aber bisher noch keine Beschlüsse gefasst.

Bauausschuss billigt Projekt einstimmig

Sein Fraktionskollege Christoph Vetter pflichtete ihm bei. „Ein toller Weg, der den Naherholungseffekt steigert. Das ist gut angelegtes Geld“, der die Summe in Relation zu den Beträgen sieht, die die Stadt für den Straßenunterhalt ausgebe.

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Einstimmig hat der Bauausschuss das Vorhaben gebilligt und die Stadtverwaltung beauftragt, Fördermöglichkeiten zun klären und den Ausbau mit den Landwirten und dem Staatsforst abzustimmen.

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