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Haus der Kultur in Waldkraiburg

Ärger wegen Testlockerungen: Besucher ohne gültigen Test mussten wieder nach Hause gehen

Auf das Ballett „Dornröschen“ im Haus der Kultur hatten sich viele Besucher gefreut, doch nicht alle konnten auch dabei sein. Weil sie die Ankündigung über die Testlockerungen für Geboosterte falsch aufgefasst haben, hatten sie keinen gültigen Test dabei.
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Auf das Ballett „Dornröschen“ im Haus der Kultur hatten sich viele Besucher gefreut, doch nicht alle konnten auch dabei sein. Weil sie die Ankündigung über die Testlockerungen für Geboosterte falsch aufgefasst haben, hatten sie keinen gültigen Test dabei.

Wer geboostert ist – und das schon länger als 14 Tage – für den entfällt vorerst die Testpflicht. Aber erst seit Mittwoch greift diese Regelung. Die Ankündigung dazu hat aber bereits am Dienstagabend bei manchem Besucher im Haus der Kultur für Ärger gesorgt. Denn: Ohne gültigen Test durften sie nicht zum Ballett „Dornröschen“.

Waldkraiburg – Impfzertifikat und einen gültigen Test – diese Unterlagen brauchten die Zuschauer, die zur Ballettaufführung ins Haus der Kultur kommen wollten. Doch nicht alle konnten tatsächlich ihre Plätze einnehmen. Sie waren fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie als Geboosterte keinen Test mehr vorlegen müssen. Der Ärger saß deshalb bein manchen tief an diesem Abend. „Dass wir die Leute nicht reinlassen wollen würden – solche Sätze mussten wir uns am Dienstagabend anhören“, erzählt Alexandra Lausmann, Leiterin der Allgemeinen Kulturverwaltung.

Enttäuschung war groß

Noch am Nachmittag hatten sich die Besucher über die Lockerung der Testpflicht für Geboosterte gefreut, aber die Ankündigung darüber als sofort gültige Verordnung verstanden. Doch die Regelung galt erst ab Mittwoch.

„Die meisten Besucher hatten sich vorab auch informiert, welche Regelung gilt. Aber etwa jeder sechste hatte keinen Testnachweis dabei. Die Enttäuschung war natürlich groß“, sagt Lausmann. Vereinzelt seien Besucher bei ihrer Kritik übers Ziel hinausgeschossen, haben Alexandra Lausmann beschimpft und angeschrien. Und die war erschüttert: „So etwas habe ich in meinen 32 Jahren im Haus der Kultur noch nicht erlebt!“

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Im Haus sei es eine Serviceleistung, aktuelle Informationen an die Besucher weiterzugeben, etwa, wenn eine Veranstaltung nicht stattfindet. „Nicht aber über die aktuell gültigen Regelungen.“ Genau das aber hätte eine Besucherin gefordert, die wegen eines fehlenden Corona-Tests wieder nach Hause gehen musste. Die bayerische Staatsregierung hatte zwar am Dienstag die Lockerungen für Geboosterte angekündigt, in Kraft getreten sind sie erst tags darauf. „Bei den vielen, teils auch kurzfristigen Regeländerungen versuchen wir, aktuell zu bleiben. Aber am Mittwoch gab es eben noch keine Lockerungen für Geboosterte“, erklärt Alexandra Lausmann.

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Ein Auge zudrücken und die Regelung schon ein paar Stunden früher umsetzen als geplant, wie es sich die Kartenbesitzer gewünscht hätten. Das ist für das Haus der Kultur keine Option. „Wir können gar nicht anders. Wir müssen uns daran halten, schließlich haben wir auch eine Verantwortung unserem gesamten Publikum gegenüber. Und das soll sich auch sicher fühlen können“, betont Lausmann. Schließlich seien auch die Künstler den Regelungen unterworfen.

Saal maximal zu 25 Prozent ausgelastet

Sich dann aber Unterstellungen ausgesetzt fühlen, dass man den Leuten den Zutritt am liebsten ganz verwehren wollte, das verärgert Lausmann. Im Gegenteil: „Am liebsten würden wir die Türen ganz weit aufmachen und alle reinlassen. Aber so sind nun mal die Regeln nicht.“ In einem fast leeren Saal zu spielen, sei „nicht schön“. Kulturveranstaltungen dürfen aktuell nur bis zu 25 Prozent ausgelastet werden. Im großen Saal im Haus der Kultur entspricht dies umgerechnet einer Zahl 149 Besucher.

Für die Aufführung von „Dornröschen“ zeigt sich das Haus der Kultur übrigens kulant. „Wir nehmen von allen, die keinen gültigen Test vorlegen konnten, die Karte wieder zurück“, sagt Lausmann. Verpflichtet dazu seien sie nicht.

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