Nachwuchsspieler des EHC Waldkraiburg verletzt

Nach Frustcheck: Gespräche mit dem Gegner

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Nach dem Check eines Gegners wurde ein Nachwuchsspieler des EHC Waldkraiburg mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Junge ist inzwischen wieder zuhause, die gegnerische Mannschaft hat sich entschuldigt.
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Waldkraiburg - Nach einem Check in letzter Sekunde musste ein Nachwuchsspieler des EHC ins Krankenhaus. Wie es dem Spieler jetzt geht und wie der Gegner reagiert hat:

Eishockey ist kein körperloses Spiel, ganz im Gegenteil. "Hart zu spielen gehört zu diesem Sport einfach dazu", sagt auch Julia Klose, Nachwuchstrainerin beim EHC Waldkraiburg. Der Bodycheck aber, der beim Spiel der Knabenmannschaft des EHC am vorletzten Sonntag in Waldkraiburg einen Spieler der "Junglöwen" so hart erwischte, dass der Junge sogar ins Krankenhaus gebracht wurde, war Klose zufolge aber definitiv unnötig. "So etwas muss in den letzten Sekunden einfach nicht sein. Da waren noch zwei Sekunden auf der Uhr", sagt Klose. Das Spiel der Junglöwen gegen den Nachwuchs aus Pfaffenhofen war bei einem Stand von 5:2 für den EHC schon längst entschieden.

Schwere Gehirnerschütterung und Prellungen

Der verletzte Nachwuchsspieler des EHC kam nach dem Spiel per Hubschrauber in ein Münchner Krankenhaus, weil es den Sanitätern zu unsicher war, den Jungen mit dem Krankenwagen in eine örtliche Klinik zu bringen. Die Untersuchungen in München brachten dann eine Entwarnung. Mit einer schweren Gehirnerschütterung und leichten Prellungen hatte der Nachwuchsspieler noch Glück im Unglück. Schwerere Kopfverletzungen oder eine Verletzung der Wirbelsäule wurden bei den Untersuchungen nicht festgestellt. "Er ist letzte Woche aus dem Krankenhaus rausgekommen und hat jetzt drei Wochen Sportverbot. Es ist Gott sei Dank gut ausgegangen", erzählt Klose.

Wie die Trainerin sagt, habe man lange über den Vorfall geredet, auch mit dem Gegner. "Der gegnerische Trainer und der Vater des Gegenspielers - die haben alle angerufen und sich entschuldigt", so Klose, die ausdrücklich betont, dass ihrer Einschätzung nach hinter dem Check keine böse Absicht steckte. Die Trainerin ist davon überzeugt, dass der Waldkraiburger Spieler den Check im ersten Drittel der Partie sogar hätte abfangen können. "Da wäre nichts passiert. Nur nach 59 Minuten Spiel in der letzten Minute so ein Check - da ist man mit den Kräften natürlich am Ende, da fängt man so etwas vielleicht nicht mehr ab." Kloses Apell an alle Nachwuchsspieler lautet deshalb: "Sie sollten lernen, dass sich in den letzten Sekunden bei einem entschiedenen Spiel so etwas nicht mehr gehört."

Junglöwen festigen die Tabellenführung

Sportlich läuft bei der Knabenmannschaft des EHC weiter alles nahezu optimal. Mit einem 2:2-Unentschieden bei den aktuell drittplatzierten Dingolfingern am Sonntag festigten die Junglöwen die Tabellenführung. Erneut standen bei den Waldkraiburgern relativ viele Spieler aus der jüngeren Altersklasse der Kleinschüler auf dem Eis. Auch der verletzte Nachwuchsspieler zählt noch zu den Kleinschülern, ist aber bereits ein Leistungsträger in der Knabenmannschaft.

Archiv: Bilder vom Hubschraubereinsatz

Hubschraubereinsatz in Waldkraiburg

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