Sie schreibt, wenn's regnet

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Vom Schriftsteller-Virus infiziert: Monika Mohrmann. Die pensionierte Lehrerin hat den Roman "Auf Glücksuche in Australien" geschrieben. Der Fortsetzungsband sowie ein Krimi sind auch schon so gut wie fertig.

Waldkraiburg - Die Regenfälle in Australien inspirierten Monika Mohrmann zum Schreiben. Nun brachte die Waldkraiburgerin ihren ersten Roman aus Down Under heraus.

Mit ihrem Mann überwinterte Monika Mohrmann über viele Jahre hinweg in Australien. Die starken Regenfälle dort brachten sie zum Schreiben. Wenn es draußen schüttete, setzte sich die pensionierte Lehrerin hin und schrieb einen Roman über zwei Damen aus Höslwang, die in Down Under ihr Glück versuchen wollen. Das Erstlingswerk ist in den Geschäftsstellen der OVB-Heimatzeitungen zu haben.

Eine nette Geschichte, was Amüsantes wollte sie schreiben. In "Glücksuche in Australien" geht es um die zwei älteren Damen Klara und Theres aus Höslwang, die per Annonce in Australien einen Mann finden wollen. Sie machen sich auf nach Down Under und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise. Die Autorin ist Monika Mohrmann aus St. Erasmus, eine pensionierte Lehrerin, die früher Deutsch und Geschichte an der Realschule unterrichtete. Das Schreiben habe ihr schon immer Freude bereitet, wie die 69-Jährige berichtet. Als sie sich bei australischem Regen vor drei Jahren hinsetzte, um eine Geschichte aufzuschreiben, dachte sie nie daran, dass sie als Buch veröffentlicht und zu kaufen sein wird.

Sie überwinterte seit zwölf Jahren zusammen mit ihrem Mann Will in Australien. Wenn es dort regnete, vertrieb sich Monika Mohrmann die Zeit und schrieb per Hand einen Roman in Schulhefte. Sie ließ sich inspirieren von der australischen Landschaft, der unendlichen Weite, der Natur und dem Menschenschlag der freundlichen Aussis. Das Leben auf zwei Kontinenten und das späte Glück per Zeitungsannonce zu finden - diese Idee stammt von ihrer Cousine, die immer mit einem Versuch in Kanada liebäugelte.

Klara und Theres aus Höslwang entstammen Mohrmanns Fantasie und bildeten das Grundkonzept. "Sie sind mittleren Alters. Bei den Jungen bin ich ja nimmer drin in der Materie", schmunzelt die Waldkraiburgerin.

Später übertrug sie es auf ihren Computer und ließ in einer Druckerei ein paar Ur-Exemplare drucken - für Freunde und Familie. "Die sagten, ich hätte ihnen Australien nähergebracht - auch wenn das kein Reiseführer sein soll", so die Autorin.

Erst ihr Sohn, ein "sehr kritischer Leser", ermutigte sie erfolgreich, den Roman zu überarbeiten und in seinem kleinen Verlag bei Osnabrück als Buch zu veröffentlichen. Die mundartliche Sprachfärbung und etwa der Satzbau blieben, die bayerischen Ausdrücke flogen raus. Damit auch jeder den Wortlaut versteht. Manche Stellen hat sie fünfmal überarbeitet.

"Da hängt 'ne Menge Arbeit dran und es ist keine lukrative Sache", sagt Mohrmann über ihr Erstlingswerk und fügt hinzu: "Gott sei Dank muss ich nicht davon leben". Die Fortsetzung "Das Erbe im Outback" ist praktisch auch schon fertig. Und einen Krimi hat Mohrmann noch geschrieben. "Der Tote vom 18. Loch" spielt in Höslwang am Golfplatz. Die Figuren Klara und Theres sind wieder dabei und versuchen sich darin als Hobby-Detektivinnen.

"Schreiben ist wie Golfen. Wer anfängt, kann nimmer aufhören", schmunzelt sie. Denn auf dem Golfplatz ihren Schläger zu schwingen, ist ihre zweite große Leidenschaft. Und speziell auf der Anlage in Höslwang hat sie schon an Turnieren teilgenommen und bereits aus dem Krimi gelesen. Die positive Resonanz bestärkt sie, beim Schreiben zu bleiben. Allerdings wird das Ehepaar Mohrmann nicht mehr in Australien überwintern, der lange Flug dorthin ist einfach zu beschwerlich. Die kalte Jahreszeit daheim bietet sich auch an, neue Ideen zu Papier zu bringen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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