Gute Halbjahreszahlen - Kämmerer: Übertriebener Optimismus nicht angebracht

Mehr Gewerbesteuern als erwartet

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Waldkraiburg - Die Stadt wird wohl mehr Gewerbesteuern einnehmen als im Haushaltsplan veranschlagt. Das war nicht die einzige gute Nachricht im Haupt- und Finanzausschuss:

Die Stadt Waldkraiburg wird in diesem Jahr laut Stadtkämmerer Rainer Hohenadler wohl mehr Gewerbesteuern einnehmen als im Haushaltsplan veranschlagt. Das war nicht die einzige gute Nachricht im Haupt- und Finanzausschuss. Wie Reinhard Deinböck, Leiter der Stabsstelle "Betriebswirtschaftliches Management" im Rathaus, mitteilte, stellt sich der Haushalt besser dar als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres und besser als der Plan.

1,4 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer?

Anhand der vorliegenden Halbjahreszahlen zeigte er auf, dass die Budgets der fünf Abteilungen der Stadtverwaltung im Bereich der Planvorgaben liegen. Der Haushalt sei von einer "starken Ausgabendisziplin" der Abteilungen und der städtischen Gesellschaften geprägt, so Deinböck.

Laut Kämmerer Hohenadler ist der aktuelle Stand bei der Gewerbesteuer 10,15 Millionen Euro. 18,5 Millionen Euro seien aber schon veranschlagt. Das sind 1,4 Millionen Euro mehr als im Haushalt angesetzt. "Von diesen 1,4 Millionen bleiben uns bis 2014 aber nur 300000 Euro", relativierte er. Hohenadler verwies auf die Umlagen, insbesondere die Kreisumlage, bei der wegen der Schulproblematik eine Veränderung möglich sei sowie auf den Investitionsbedarf.

Einkommenssteuer stagniert

Im vergangenen Jahrzehnt habe allein die Erhöhung der Kreisumlage dazu geführt, dass Waldkraiburg netto zehn Millionen Euro mehr an den Kreis abführen musste, so Bürgermeister Siegfried Klika. "Das ist mehr als eine Million im Jahr." Heuer bringe die Stadt als der mit Abstand größte Kreisumlagenzahler über elf Millionen Euro ein. Sorgen macht Klika auch, dass der Einkommenssteueranteil seit einigen Jahren stagniert. Denn: "Das ist die Einnahmequelle, von der uns am meisten bleibt.

Der Ansatz der Einkommenssteuer (7,9 Millionen Euro) wird laut Hohenadler im laufenden Jahr sicher erreicht. Gleiches gelte für Grundsteuer und Hundesteuer. Der Ansatz bei der Grunderwerbssteuerbeteiligung werde sogar übertroffen.

Insgesamt sieht Hohenadler "keinen Grund zu übertriebenem Optimismus". Ähnlich äußerte sich Deinböck: Trotz der günstigen Entwicklung bleibe die Haushaltslage angespannt, insbesondere im Blick auf den Haushalt 2013.

"Die Zahlen stimmen nicht euphorisch, aber sie beruhigen etwas", meinte Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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