Schwaiger sieht von Kandidatur ab

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Die Karten bei der SPD müssen neu gemischt werden: Markus Schwaiger (Mitte) sieht von einer Kandidatur als Bürgermeister ab. "Dass es mir eine Nummer zu groß wird, liegt an meinen beruflichen Veränderungen", so der junge Familienvater. Ortsvereins-vorsitzender Bernd Wegmann (rechts) und Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer sehen sich selbst auch nicht als Kandidaten.

Waldkraiburg - Der Lieblingskandidat der der SPD hat abgesagt. Markus Schwaiger wird 2014 nicht als Bürgermeister kandidieren.

Markus Schwaiger, der Mann, den der SPD-Ortsverein gerne ins Rennen bei der Kommunalwahl 2014 geschickt hätte, sieht von einer Kandidatur als Bürgermeister ab. Seine familiären und beruflichen Verpflichtungen seien nicht mehr mit einer Kandidatur unter einen Hut zu bringen.

Im Januar stellte ihn der SPD-Ortsverein als möglichen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2014 vor: Markus Schwaiger. Offiziell nominiert war der 28-jährige Familienvater nocht nicht. Dazu wird es nun auch nicht mehr kommen, denn Schwaiger sieht von einer Kandidatur ab und hat gemeinsam mit dem Ortsverein eine entsprechende Erklärung abgegeben. Als Grund wird genannt, die Kandidatur sei von der Aufgabenfülle her sehr anspruchsvoll und lasse sich nicht mehr mit seinen anderweitigen Verpflichtungen als Familienvater und seit Kurzem als Selbstständiger vereinbaren. Die eine oder andere Seite müsste darunter leiden, so Schwaiger.

Der SPD-Ortsverein habe ein Gespräch mit ihm geführt, das von "gegenseitigem Verständnis" getragen war. Mit Zustimmung des Vorstandes sehe Markus Schwaiger von seiner Kandidatur ab.

Er habe lange versucht, alles unter einen Hut zu bringen, sagt Schwaiger auf Anfrage. Dessen politische Arbeit werde mit diesem Rückzug aber nicht beendet sein, kündigte Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer an. "Er wird weiter im Vorstand und im Unterbezirk aktiv sein. Auch wird er Bernd Wegmanns Stellvertreter im Ortsverein bleiben", so Fischer. In seinen Augen war es keinesfalls falsch, auf die Jugend zu setzen. Es hätten sich eben neue Umstände ergeben.

Einen neuen potenziellen Bürgermeister-Kandidaten kann der SPD-Ortsverein nun aber nicht aus dem Hut zaubern, wie Vorsitzender Wegmann zugibt. Über Schwaigers Kandidatur für den Stadtrat sei man sich einig.

Susanne Engelmann erteilt Kandidatur eine klare Absage

Der junge Familienvater zieht für sich das Fazit, nichts bereuen zu müssen. "Dass es mir eine Nummer zu groß wird, liegt an meinen beruflichen Veränderungen." Er habe nicht das Gefühl gehabt, dass ihn die eigene Partei nicht akzeptiert hätte, antwortet er auf Nachfrage. Und die politische Erfahrung kann ihm keiner nehmen, ergänzt Fischer.

Wie geht es nun mit der Kandidatenfindung weiter? Man wolle erst in aller Ruhe zu einer Klausur zusammenkommen und das Thema intern diskutieren, so Wegmann. Auf Anfrage erklärt der Vorsitzende, auch für ihn komme eine Kandidatur derzeit nicht infrage. "Ich hänge beruflich so dick drin." Auch Fischer sieht sich woanders: er will den Landkreis aufmischen und als Landrat kandidieren. "Es wird Zeit, dass sich die politische Landschaft im Landkreis verändert", ist er überzeugt. Und er wolle die SPD im Kreistag stärken, so sein Ziel. Auch der Stadtrat soll eine starke Fraktion an Sozialdemokraten bekommen. Beide sind sich einig: In Sachen Kandidatur "brennt noch nichts".

Dem Gerücht, Susanne Engelmann würde noch einmal kandidieren, nimmt die Stadträtin selbst den Wind aus den Segeln. "Ich schließe eine Kandidatur definitiv aus", so die Apothekerin, die ihren "Hut bereits zweimal in den Ring geworfen" habe. Die SPD habe sie zwar viele Male gefragt und sie fühle sich geehrt. "Aber ich mache das nicht mehr."

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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