Waldkraiburg lässt die Puppen tanzen

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Hochwürden Don Camillo und sein "Erzfreund", Bürgermeister Peppone, feiern im Abendprogramm für die Erwachsenen eine Wiederauferstehung als Figurentheater.

Waldkraiburg - Bei den 1. Figurentheatertagen sind vom 6. bis 9. Januar renommierte Bühnen aus ganz Deutschland im Haus der Kultur zu Gast.

Eine große Marionettenausstellung mit ausgesuchten Sammlerstücken und noch "aktiven" Puppen wird bereits am 5. Dezember eröffnet.

Seit über zehn Jahren gibt es das Puppentheater Waldkraiburg, das das Haus der Kultur in Kooperation mit dem Klick Klack-Theater betreibt. In diesem Jahrzehnt wurde ein treues Stammpublikum aufgebaut. Jährlich etwa 2000 Zuschauer besuchen laut Hansjörg Malonek vom Haus der Kultur die Puppentheater-Vorstellungen.

Das neue Jahr wird mit einem besonderen Ereignis für alle Puppentheaterliebhaber eingeläutet: Von Donnerstag, 6., bis Sonntag, 9. Januar, finden die 1. Figurentheatertage in Waldkraiburg statt. In dieser Zeit werden rund 60 Bühnen aus dem deutschsprachigen Raum in der Stadt erwartet, die sich erstmals zu einer Verbandstagung in Bayern treffen.

Die Puppenspieler präsentieren bei diesem Treffen eine Auswahl der neuen Inszenierungen vor den kritischen Augen der Kollegen. Der angenehme Nebeneffekt: Die Vorstellungen stehen auch für andere Zuschauer offen.

Sieben Vorstellungen auf einen Streich sind da innerhalb von vier Tagen zu sehen, vier für Kinder um 15 Uhr in der Blackbox, drei für Erwachsene um 20 Uhr im kleinen Saal. Der Vorverkauf für die Figurentheatertage hat bereits begonnen.

Als beliebte Unterhaltung für Kinder ist es lägst etabliert, als Kunstform für Erwachsene möchte Malonek das Figurentheater mit diesem Festival schmackhaft machen. "Hochinteressante Inszenierungen" seien da geboten, etwa die Operette "Das weiße Rössl", eine Mischung aus Puppen- und Realtheater, bei dem live gesungen wird.

Museumsleiterin Elke Keiper wird zwar nicht singen bei der Vernissage zur alljährlichen Familienausstellung, die diesmal ebenfalls ganz im Zeichen der Puppen steht. Sie wird im Gespräch mit dem "Räuber Hotzenplotz" bei der Eröffnung am Sonntag, 5. Dezember, um 15 Uhr in die Ausstellung "Wie am Schnürchen" einführen.

Gemeinsam mit Silvia und Stefan Beyrer vom Klick-Klack-Theater hat sie eine einmalige Auswahl an Marionetten aus Süddeutschland zusammengetragen. Figuren der Augsburger Puppenkiste, der Schwabacher Marionettenbühne, des Marionettentheaters Bad Tölz, vom Ludwig Kraft Theater in München sind darunter. Neben einzigartigen Sammlerstücken präsentiert diese Ausstellung auch Puppen, die noch aktiv auf der Bühne stehen, sowie Requisiten und Bühnenbilder. Historische Inszenierungen wie "Der kleine Muck" und "Der gestiefelte Kater" leben in der Ausstellung wieder auf, die bis einschließlich 16. Januar läuft.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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