Die nächste Krippe

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Die Südansicht der neuen Krippe Christkönig in der Gablonzer Straße.

Waldkraiburg - Auf 965.000 Euro werden die Kosten für einen weiteren Krippenbau mit 24 Plätzen am katholischen Kindergarten Christkönig geschätzt.

Die Entwurfsplanung hat der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig gebilligt. Um die Parksituation in der Gablonzer Straße zu entschärfen, werden auf dem Grundstück zusätzlich elf Stellplätze errichtet.

Bereits zum Beginn des neuen Kindergartenjahres soll der Krippenanbau bezugsfertig sein. So wie bei der Franziskus-Kindertagesstätte, wo die Krippe seit September in Betrieb ist, werde der enge Zeitplan auch in diesem Fall eingehalten, sagt Architekt Johannes Kessner, der die Planung im Ausschuss vorstellte. Die neue Krippe wird an der Ostseite des bestehenden Kindergartens mit einer Fläche von 375 Quadratmetern angebaut.

Für Kindergarten und Krippe ist ein neuer gemeinsamer Zugang vorgesehen. Die Küche des Kindergartens wird mitgenutzt. Geplant ist auch die Erneuerung der Heizung. Eine Zustimmung des Ordinariats, das sich an den Kosten beteiligen muss, liegt laut Kessner aber noch nicht vor. Gleiches gilt für den geplanten Anschluss an die Fernwärmeleitung, an deren Kosten sich die Kirche ebenfalls beteiligen müsste.

Parkplatz-Problem

Ein Problem ist die Parkplatzsituation in diesem Bereich. Wegen eines Ärztehauses auf der anderen Straßenseite ist dort eine hohe Frequenz. Mit der Krippe kommen sechs bis sieben Mitarbeiterinnen im Kindergarten hinzu sowie auch einige Eltern, die ihre Kinder abholen wollen. Elf Stellplätze sollen deshalb auf dem Kindergarten-Grundstück geschaffen werden.

Die Stadt erwartet bei einem geschätzten Kostenaufwand von 965000 Euro eine Zuwendung von 600500 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung. Die Förderzusage wurde bereits erteilt.

Energiewende im Blick behalten

Um eine neue Heizung zu unterstützen und Einsparmöglichkeiten zu nutzen, regte Umweltreferent Gerd Ruchlinski mit Verweis auf einen Grundsatzbeschluss des Stadtrates an, eine thermische Solaranlage zu prüfen. Die Dachneigung sei günstig, diese Anlagen sehr effizient. Das sei an Standorten sinnvoll, die die Fernwärmeleitung nicht erreicht, meinte Bürgermeister Siegfried Klika. Auch nicht-fossile Energie wie die Geothermie sollte man nicht verschleudern, entgegnete Ruchlinski. "Sonst schaffen wir die Energiewende nie."

Wie Bürgermeister und Planer warnte auch Stadtrat Gustl Schenk vor einer starken Verschattung des Grundstücks durch hohe Fichten. Klika sagte gleichwohl zu, den Einstrahlungswinkel und die Wirtschaftlichkeit einer thermischen Solaranlage prüfen zu lassen.

Um zeitliche Verzögerungen zu vermeiden, wurde der Bürgermeister in derselben Sitzung ermächtigt, bis zu einer Vergabesumme von 150000 Euro diverse Arbeiten für den Bau einer zwei- gruppigen Krippe am evangelischen Kindergarten "Unterm Regenbogen" zu vergeben (wir berichteten). Wenn die beiden Krippenprojekte fertig sind, bietet die Stadt 120 Krippenplätze für Kinder bis zu drei Jahren an und ist damit an einer 30-prozentigen Bedarfsdeckung dran.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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