40 Jahre Tennis: VfL feiert Jubiläum

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Der Jugendarbeit gilt seit 40 Jahren großes Augenmerk der Tennisabteilung: Timo Schwarz zeigte mit seinen Bambini, dass die Mannschaft zurecht in die Bezirksklasse aufgestiegen ist. 

Waldkraiburg - "Tennis-Veteranen", aktive Sportler und zahlreiche Ehrengäste kamen zusammen, um das 40-jährige Bestehen der Tennis-Abteilung im VfL Waldkraiburg zu feiern.

Vorsitzender Emil Kirchmeier erinnerte an die Geschichte der Sparte, die Leon Markowitz im Jahr 1972 mit 60 Personen gründete. Schon 1975 konnte die Abteilung acht Freiplätze und das Vereinsheim einweihen. Doch damit nicht genug: Die rührige Vorstandschaft plante mit großem Einsatz den Bau einer Dreifachhalle. 1983 wurde sie eröffnet.

Nicht immer jedoch war die Tennisabteilung von Ruhe und Harmonie geprägt. Neben der gewaltigen finanziellen Belastung war es vor allem die Frage, ob man sich als eigenständiger Club vom Hauptverein abspalten sollte. Damit endete auch die Ära Markowitz. Schließlich führten Gespräche mit der Stadt und dem VfL unter Vorlage eines vorbildlichen Finanzkonzeptes dazu, dass die Sparte die gesamte Anlage für den symbolischen Preis von einem Euro kaufte.

Einen alten Vereinswimpel überreichte Gründungsvorsitzender Leon Markowitz an Emil Kirchmeier, der heute an der Spitze der Abteilung steht.

Schon seit den Gründerjahren legte der Verein ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung des Nachwuchses. Im Oktober 1985 kam Tennispräsident Georg von Waldenfels nach Waldkraiburg, der die sportlichen Aushängeschilder des Clubs zu ihren Erfolgen beglückwünschte. Viele oberbayerische und bayerische Meisterschaften, Mannschaftserfolge in der Bezirkliga, bei den Damen sogar in der Landes- und Bayernliga, krönten die intensive Trainingsarbeit.

Sie wurde und wird getragen von vielen ehrenamtlich Tätigen bei Schnupper- und Ferienkursen, vor allem aber von der Tennisschule Timo Schwarz, die heuer ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Auch das BTV-Stützpunkttraining für Jugendliche und Kinder führt sie durch.

15 VfL-Mannschaften nehmen jährlich an der Medenrunde teil. Betriebsmeisterschaften, Schleiferl- und Mixed-Turniere werden ausgetragen.

Ohne die Unterstützung der Stadt, des Hauptvereins, der Sponsoren und der ehrenamtlichen Helfer könnte das "Unternehmen Tennis" mit einem Jahresumsatz von einer Viertelmillion nicht existieren.

Bürgermeister Siegfried Klika lobte das enorme Stehvermögen, das gerade in Krisenzeiten bewiesen wurde und den Verein bis heute auszeichne. VfL-Vorsitzende Annemarie Deschler schloss sich an und hob besonders die Übernahme der Halle durch die Stadt hervor. In seinem Grußwort wies Gesundheitsminister Marcel Huber auf seine ureigenen Anfänge in dieser Sportart hin, die damals noch als sehr elitär galt. Landrat Georg Huber erinnerte an die damals gängige Meinung: "Wenn die einen Sportplatz brauchen, dann sollen sie sich den selber bauen: Die können es sich ja leisten!"

Stützpunkttrainer Timo Schwarz zeigte mit seinen Bambini, dass sie zu Recht den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft haben. Der anschließende Show-Kampf gegen Regionalligaspieler und DTB-A-Trainer-Kollegen Christian Scherer bot den Zuschauern Tennis auf sehr hohem Niveau.

Während sich die Kinder in der Hüpfburg vergnügten, konnten die Gäste an einem Messgerät ihre Aufschlagsstärke testen oder in Erinnerungen an die Gründerjahre und gemeinsame Erlebnisse schwelgen.

fis/Waldkraiburger Nachrichten

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