Glasmuseum: Schätze in neuem Gewand

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Ein Blick in das neugestaltete Glasmuseum im Haus der Kultur, das - nach der Eröffnung des ersten Bauabschnitts - ab Mitte Januar wieder öffentlich zugänglich ist.

Waldkraiburg - Die erste große Etappe zur Neugestaltung des städtischen Glasmuseums ist geschafft: Am Sonntag wird ein Teil der Schätze in neuem Gewand der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit der Eröffnung des ersten Bauabschnittes am Sonntag um 15 Uhr wird zumindest ein Teil der kostbaren Schätze aus dem Museum im Haus der Kultur in neuem Gewand der Öffentlichkeit präsentiert.

Hinter den Kulissen wurde in den letzten Monaten fieberhaft gearbeitet. Gläser wurden ausgewählt und poliert, Fotos und Dokumente gesichtet und Glaswerkzeuge aus der alten Waldkraiburger Glashütte hervorgesucht. Das Besondere am neuen Glasmuseum sind verschiedene Einbauten, die in Gestalt von "liegenden Gläsern" die zerbrechlichen Schätze aufnehmen. Der erste Bauabschnitt, der jetzt eröffnet wird, beschäftigt sich insbesondere mit den Themen "Glasherstellung in einer Nordböhmischen Glashütte" und "Glasveredelung". Außerdem werden die historischen Glasfachschulen in Haida und Steinschönau vorgestellt, die in der nordböhmischen Glasregion seit dem 19. Jahrhundert wichtige Impulsgeber waren.

In der neuen Dauerausstellung werden nicht nur die handwerklichen Techniken zur Erzeugung von Glas erklärt. Auch die Frage, wie aus einem einfachen, farblosen Glas ein kunstvoll gestaltetes Kleinod wird, beantwortet die neue Ausstellung. Und sie gibt Auskunft über das Leben und Arbeiten der Glashersteller und Glasveredeler in der Heimindustrie und den traditionellen Verarbeitungsbetrieben.

Der zweite Bauabschnitt wird sich dann ausführlich mit dem Thema "Glas des Biedermeier" beschäftigen - eine kunsthandwerklich besonders kreative Periode. Das Glasmuseum Waldkraiburg verfügt hier über einen reichen Bestand gravierter und vor allem bemalter Gläser. Ebenfalls im zweiten Bauabschnitt werden die sogenannten Überblickvitrinen präsentiert.

Sie zeigen unter anderem Gläser des Historismus und des Jugendstils. Den Abschluss bilden dann eine Vitrine für wechselnde Präsentationen sowie Glas aus der Waldkraiburger Produktion. Denn was viele heute nicht mehr wissen: Auch Waldkraiburg hatte früher eine Glashütte, die sich ausdrücklich auf die Tradition des nordböhmischen Glashandwerks aus der Region um Haida und Steinschönau bezog.

Geöffnet ist die Glasausstellung wie auch die Ausstellung zur Stadtgeschichte dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr (feiertags geschlossen). Nähere Infos unter 08638/ 959308, www.museum-waldkraiburg.de.

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