Schlachthof-Entlassungen bald vor Gericht

Waldkraiburg - Die gekündigten Arbeiter des VION-Schlachthofes bereiten sich auf den Prozess vor dem Arbeitsgericht vor, der am 7. November beginnt.

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Auf Einladung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) trafen sich am 24. Oktober über 40 der gekündigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der ehemaligen Werkvertragsfirma „Global“, die bis zu ihrer Insolvenz im Juni 2012 im VION-Schlachthof gearbeitet hatten. Zentraler Punkt der Diskussionen war der Arbeitsgerichtstermin am 7. November 2012 am Arbeitsgericht Rosenheim, Kammer Mühldorf.

Untypischerweise wurden hierzu sämtliche Kläger (über 50) persönlich geladen. Trotz der Umstände – viele der Betroffen befinden sich in ihren Heimatländern wie Polen, Ungarn, Rumänien oder Tschechien etc. – ist sich die Gewerkschaft NGG sicher, dass die Gekündigten vollzählig zum Gerichtstermin erscheinen werden. NGG-Geschäftsführer Georg Schneider: “Wir setzen alle Hoffnungen auf die Entscheidung des Gerichts: Den zu Unrecht gekündigten muss Gerechtigkeit widerfahren.“

Die Vorgeschichte

Bereits im Juli hatte die Gewerkschaft NGG eine Demonstration gegen die Arbeitsbedingungen in dem Waldkraiburger Schlachthof organisiert. Nach der Insolvenz der Firma "Global" sollen sich einige Arbeiter geweigert haben, die vorgelegten Verträge mit einer neuen Firma zu unterschreiben. Sie erhielten daraufhin Hausverbot am Schlachthof.

Waldkraiburg: Demo zum Schlachthof

Wie die NGG damals berichtete, seien diese Arbeiter durch Arbeitskräfte aus Rumänien ersetzt worden. Die Gewerkschaft warf den Betreibern vor, den neuen Arbeitern nur einen Hungerlohn zu zahlen. Auch würden die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiten teils deutlich überschritten.

red is24/NGG

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