Feuerwehrmuseum öffnet bald 

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Der letzte Neuzugang ist die Kraftfahrspritze aus dem Jahr 1922, an deren Steuer Fritz Habenicht Platz genommen hat. In wenigen Tagen wird der erste Abschnitt des "Feuerwehrmuseums Bayern" eröffnet. Ab 30. Juni ist es für die Öffentlichkeit zugänglich.

Waldkraiburg - Als letzter Neuzugang ist ein Fahrzeug aus den 20er-Jahren vorgefahren und der Schriftzug an der Fassade trocknet langsam: "Feuerwehrmuseum Bayern".

Die Vorbereitungen sind auf der Zielgeraden: Am nächsten Samstag wird es im kleinen Kreis eröffnet, ab 30. Juni ist es dann für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich.

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Seit dem Einzug im Februar 2011 haben Fritz Habenicht und Harald Stanko mit anderen Enthusiasten vom Verein "Historische Magirus Feuerwehrtechnik" aus dem ehemaligen Krone-Baumarkt in der Duxer Straße ein riesiges Depot für Feuerwehrfahrzeuge und -gerätschaften gemacht. Über 110 Fahrzeuge und Anhänger und, jedes Einzelteil mitgerechnet, sicherlich um die 10000 Ausstellungsstücke rund ums Thema Feuerwehrtechnik sind bis heute zusammen gekommen. "Wahrscheinlich ist das die größte öffentlich zugängliche Sammlung in ganz Deutschland", meint Habenicht stolz.

"Vom Ledereimer bis zur computergesteuerten Drehleiter ist alles vertreten", sagt Harald Stanko. "Wir wollen die technische Entwicklung des Feuerwehrwesens darstellen."

Nicht nur durch Exponate soll dies geschehen, sondern auch bei Führungen für Kinder, Erwachsene und Fachpublikum aus den Feuerwehren. Bei Vorführungen wollen Aktive der Vereins zudem den Einsatz von Spritzen, Drehleitern und anderen Geräten veranschaulichen.

Der überwiegende Teil der Fahrzeuge ist funktionstüchtig. Selbst die "Großmutter", so heißt die Kraftfahrspritze aus dem Jahr 1922, die zuletzt von der Feuerwehr Neuötting als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurde, "kam auf eigener Achse mit 40 Kilometern in der Stunde", wie Stanko erzählt. Das Fahrzeug hat gleich neben einer Drehleiter aus dem Jahr 1923 Platz gefunden, das die Feuerwehrfreunde kurzerhand "Großvater" getauft haben.

Auf 4500 Quadratmetern werden die Feuerwehrexponate künftig präsentiert. Am Samstag, 30. Juni, von 10 bis 18 Uhr ist das "Feuerwehrmuseum" erstmals offiziell geöffnet. Der Antrag auf Nutzungsänderung und das Brandschutzkonzept sind eingereicht, die Genehmigung pünktlich zum 30. Juni in Aussicht gestellt, so Stanko, der der Stadtverwaltung für die Kooperation dankt. Das Museumsprojekt sei in Waldkraiburg, auch bei der Bevölkerung und bei einigen Vereinen und Firmen, "wahnsinnig positiv" aufgenommen worden. "Sonst wäre es nicht machbar gewesen."

Eröffnet wird am Samstag zunächst nur der erste Bauabschnitt. Im Endausbau soll die Ausstellungsfläche nach den ehrgeizigen Plänen der Betreiber auf insgesamt 7500 Quadratmeter ausgeweitet werden. Dann sollen sich auch Technisches Hilfswerk und Bayerisches Rotes Kreuz präsentieren können. Dazu ist unter anderem auch ein gastronomischer Bereich mit Biergarten geplant.

Das leer stehende Aldi-Gebäude auf dem Nachbargrundstück wird dann miteinbezogen. Laut Stanko wurde das Gebäude mittlerweile erworben.

Die Eröffnung in Etappen sehen Stanko und Co. als Chance, für den Vollbetrieb "Erfahrungen zu sammeln". Vieles ist deshalb noch vorläufig. Auch die Öffnungszeiten täglich außer Montag stehen noch unter Vorbehalt. Fix ist der Eintrittspreis: acht Euro für Erwachsene, 15 Euro für Familien. Kinder unter 14 Jahren sind generell frei.

Den letzten drei "Großkampftagen" vor der Eröffnungsfeier schauen die Feuerwehrenthusiasten vergleichsweise gelassen entgegen. Stressiger als die vorangegangenen Wochen können sie nicht werden. "Ein paar verrückte Mitglieder", die sich ebenfalls noch ehrenamtlich einbringen, "könnten wir noch brauchen, sagt Fritz Habenicht. "Und ein paar Firmen, die die Sache finanziell unterstützen."

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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