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Keine Ampelanlage für St. Erasmus - Schulweghelfer gesucht

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Waldkraiburg/St. Erasmus - Von Juni 2015 bis Januar 2016 war eine provisorische Ampelanlage in St. Erasmus in Betrieb. Die Stadt ließ in der selben Zeit das Verkehrsaufkommen messen, um festzustellen, ob sich eine dauerhafte Anlage lohnen würde.

Wie die Stadtverwaltung mitteilte hatte der Landkreis Mühldorf als zuständige Verkehrs- und Straßenbaubehörde auf die Forderung nach einer dauerhaften Ampelanlage im Februar 2014 festgestellt, dass auf Grund der örtlichen Verhältnisse eine solche Anlage rechtlich nicht möglich ist. Der Gründe seien, dass die Anlage nicht rechtzeitig erkannt werden könnte, ein beidseitiger Gehweg vorhanden sei und vor allem das ein zu geringes Aufkommen an Fußgängern vor Ort herrsche.

Bei erneuten Beratungen im Jahr 2015 erklärt worden, dass eine Ampelanlage erst ab 50-100 Fußgängerüberquerungen in der Spitzenstunde möglich sei. Zwei Verkehrszählungen des Landkreises hätten ergeben, dass innerhalb von 10 Stunden einmal 60 und einmal 26 Überquerungen gezählt wurden, die meisten zwischen 15 und 16 Uhr. In derselben Zeit wurde ein Durchlauf von 4000 Fahrzeugen ermittelt.

Auch wegen der Baustelle am Stockhamer Berg in Waldkraiburg und des dadurch zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens wurde dann der Einrichtung einer sogenannten provisorischen Fußgängerschutzampel zugestimmt. Diese war von Juni 2015 bis Januar 2016 in Betrieb und hat inklusive Auf- und AbbauKosten von 10.900 Euro verursacht. "Eine gerechtfertigte Summe", wie Bürgermeister Robert Pötzsch feststellte. 

In dieser Zeit wurde erneut eine Verkehrszählung durchgeführt, um die Einrichtung einer dauerhaften Ampelanlage zu prüfen. Dabei ergab sich, das in der Spitzenstunde nicht mehr als fünf Fußgänger die Straße überquerten. Zu anderen Tageszeiten waren es noch weniger, auch nur 500 Fahrzeugen in der Spitzenzeit waren keine besondere Anzahl. "Das ist weit weg von Zahlen, die zu rechtfertigen wären", unterstrich Pötzsch noch einmal.

Da so der Richtwert des Landkreises nicht erreicht wurde, wird es bei dem Probebetrieb bleiben. Die Verwaltung unterstützt daher den Vorschlag des Landkreises und appelliert an die Bürger in St. Erasmus, sich als Schulweghelfer zu engagieren, um die Schulkinder an der Bushaltestelle beim Überqueren der Straße zu sichern. "Das funktioniert bei der Goethe-Schule hervorragend!", betonte Pötzsch.


Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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