Rathaus-Tiefgarage bleibt Autos vorbehalten

Der Christkindlmarkt zieht doch nicht um

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Der Christkindlmarkt bleibt am Sartrouvilleplatz

Waldkraiburg - Der Waldkraiburger Christkindlmarkt bleibt oberirdisch! Die Meldung über einen Umzug in die Tiefgarage unter dem Rathausvorplatz war ein Aprilscherz.

Update 17 Uhr: April, April!

In Waldkraiburg bleibt nun doch alles beim Alten. Anders als in unserer Meldung zum 1. April kolportiert, zieht der Christkindlmarkt nicht in die Rathaus-Tiefgarage. Wie bereits berichtet, plädieren Besucher und Aussteller für einen Verbleib am alten Standort, dem Sartrouvilleplatz. Ein Umzug in den Stadtpark ist lange vom Tisch - und ein unterirdischer Christkindlmarkt in der Tiefgarage kommt schon gar nicht infrage.

Die Rathaus-Tiefgarage ist damit weiterhin den Autos vorbehalten. Zwar hat der Stadtrat eine Haushaltssperre erlassen und die Sanierung der Tiefgarage damit auf Eis gelegt. Die Stadt bemüht sich aber gemeinsam mit dem zuständigen Ingenieurbüro um eine Interimslösung, die verhindert, dass die Tiefgarage für Autos gesperrt werden muss.

Innsalzach24.de wünscht einen guten Start in den April!

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Lesen Sie hier die ursprüngliche Meldung:

Hat die Stadt eine Lösung für gleich mehrere Probleme gefunden? Wie jetzt bekannt wurde, haben sich Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) und die Sprecher der drei Stadtratsfraktionen darauf verständigt, den Christkindlmarkt 2015 an einen neuen Standort zu verlegen: die Rathaus-Tiefgarage! Am heutigen Mittwoch, 1. April, sollen weitere Details besprochen werden.

Christkindlmarkt wird zur "Zwischennutzung"

Eigentlich sollte der Christkindlmarkt ja am Sartrouvilleplatz bleiben. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt kam nun aber mit der Tiefgarage ein ganz neuer Standort ins Spiel - und fand kurzerhand die Zustimmung der Fraktionen. Mit der kürzlich erlassenen Haushaltssperre liegt die Sanierung der Tiefgarage auf Eis. Welche Interimslösung dennoch auch mittelfristig eine Nutzung der Tiefgarage möglich macht, ist ungewiss. "Der Christkindlmarkt 2015 ist für uns eine Art Zwischennutzung", erklärte Bürgermeister Robert Pötzsch auf Anfrage. Sollte die Tiefgarage tatsächlich vorübergehend für Fahrzeuge gesperrt werden müssen, stünde sie dank des Christkindlmarktes zumindest nicht die ganze Zeit über leer.

Und auch falls eine Übergangslösung die durchgehende Nutzung der Tiefgarage ermöglicht, soll der Christkindlmarkt heuer umziehen. "Wir sind von der Idee überzeugt", sagt Pötzsch. Die Autos müssen dann eben ein paar Tage draußen bleiben. Der Bürgermeister rechnet dadurch aber nicht mit einer Benachteiligung der Autofahrer – im Gegenteil. "Der neue Christkindlmarkt wird in der ganzen Region einzigartig sein und ist damit ein Besuchermagnet weit über die Stadtgrenzen hinaus." Ein profitabler Christkindlmarkt tut den Stadtfinanzen gut - und nutzt damit indirekt auch der Infrastruktur.

Sterr fordert Auftrag an die Stadtbau

In ersten Reaktionen zeigten sich alle Fraktionen begeistert von der Idee. "Das sind genau die praktikablen Lösungen, von denen ich im Stadtrat gesprochen habe", sagte SPD-Fraktionssprecherin Susanne Engelmann. Die Verlegung ermögliche eine Zwischennutzung der Tiefgarage und steigere zugleich die Attraktivität des Christkindlmarktes. CSU-Fraktionssprecher Anton Sterr regte an, die für den Einzug des Christkindlmarkts möglicherweise nötigen Baumaßnahmen an die Stadtbau zu vergeben. So könne man das Verhältnis der Stadt zu ihren Gesellschaften wenigsten wieder ein Stück weit ausgewogener gestalten.

Ein endgültiges Konzept für den Christkindlmarkt gibt es noch nicht. Wie unsere Redaktion erfahren hat, möchte UWG-Fraktionssprecher Dr. Frieder Vielsack deswegen am heutigen Mittwoch, 1. April, vorschlagen, eine Arbeitsgruppe "Christkind in der Tiefgarage" ins Leben zu rufen.

 

ap/ril/apr/il

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