Vorsitzender tritt zurück

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Sechs Jahre lang stand Alexander Will (links) an der Spitze des SPD-Ortsvereins. "Aus familiären Gründen" tritt er nun als Vorsitzender zurück, will aber weiter im Vorstand mitarbeiten. Ein Nachfolger wird in der Mitgliederversammlung am 25. März gewählt. Namen von möglichen Kandidaten nannten Will und seine Stellvertretin Christine Blaschek und Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer nicht.

Waldkraiburg - Sechs Jahre stand er an der Spitze des SPD-Ortsvereins. Jetzt legt Alexander Will das Amt des Vorsitzenden ein Jahr vor Ablauf der regulären Amtszeit nieder.

Will gibt familiäre Gründe für diese Entscheidung an. Wer in der Mitgliederversammlung am 25. März als Nachfolger kandidiert, ist noch nicht bekannt.

Er brauche mehr Zeit für seine Familie und sein Geschäft, sagt Alexander Will. Das verträgt sich nicht mit dem zeitaufwändigen Amt des Vorsitzenden. Bei einem gemeinsamen Pressetermin mit seiner Stellvertreterin Christine Blaschek und dem Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer betont Will, dass er zwar nicht mehr in der ersten Reihe, aber weiterhin im Vorstand des Ortsvereins wie auf Unterbezirksebene mitarbeiten möchte.

Der scheidende Ortsvorsitzende hatte sein Amt im Januar 2006 in einer schwierigen Phase für die Waldkraiburger SPD übernommen. Die Partei war in den Jahren zuvor von heftigen internen Auseinandersetzungen auf Orts- und Kreisebene erschüttert worden. Alexander Will habe "hervorragende Arbeit geleistet", sagt Richard Fischer. Sein Verdienst sei insbesondere, dass er wieder jüngere Leute in den Ortsverein gebracht habe.

Über die Nachfolge wird in der ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. März entschieden. Ein Kandidat steht laut Fischer noch nicht fest. Anfang März wird über die Nachfolge in der Vorstandschaft beraten. Markus Schwaiger, der vor wenigen Wochen als Bürgermeister-kandidat der Partei für 2014 präsentiert wurde, wird das Amt des Ortsvorsitzenden wohl nicht übernehmen. Fischer spricht sich dafür aus, dass Schwaiger sich auf den Bürgermeister-Wahlkampf konzentriert. Ein neuer Vorsitzender solle ihm den Rücken frei halten.

Offen ließen die Vertreter der SPD, ob nur das Amt des Vorsitzenden neu besetzt wird oder ob die gesamte Vorstandschaft zurücktritt und es zu Neuwahlen kommt. Bei einer Nachwahl müsste schon im kommenden Jahr wieder gewählt werden, bei einer Neuwahl wäre die neue Führungsmannschaft bis zu den Kommunalwahlen 2014 im Amt.

Mit den Diskussionen über den Bürgermeisterkandidaten Markus Schwaiger und das Vorgehen bei der Kandidatensuche, gegen das auch parteiintern vereinzelt Kritik laut wurde, habe sein Schritt nichts zu tun, betont Will.

"Ich war die treibende Kraft, die Entscheidung über einen Kandidaten frühzeitig zu treffen, und habe mich dafür eingesetzt, dass wir einen jungen und kompetenten Mann aufstellen", sagt er. Er stehe unverändert dazu. Und Richard Fischer ergänzt: Diskussionen dieser Art seien nichts Ungewöhnliches. Er ist überzeugt davon, dass die Nominierungsversammlung geschlossen hinter dem Kandidaten steht.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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