Sorgenkind Liebigstraße

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Waldkraiburg - Auf der Liebigstraße geht es zu wie auf einer Hauptstraße. Das finden zumindest einige Anwohner und berichten im ersten Stadtteilgespräch mit Bürgermeister Siegfried Klika von ihren Nöten.

Rund 30 Brummis brausen pro Tag über die Liebigstraße, um zur Firma Netzsch zu gelangen. Weil die Pumpen, die dort produziert werden, immer größer werden, werden auch die Laster, die sie transportieren, immer größer. Und alle fahren über die schmale Liebigstraße - ein Nadelöhr.

Einige Anwohner berichteten im Stadtteilgespräch in der Stadiongaststätte Bürgermeister Siegfried Klika von dem Problem. Die Straße sei für diese Anforderungen zu schmal. Außerdem sei sie total zugeparkt, auch dort, wo man direkt vor der Kreuzung nicht parken dürfte, so dass die Lastwägen kaum noch einbiegen könnten. Viele zerreißen sich an den Ästen der großen Bäume, die die Straße säumen, die Planen, weil die Äste so weit in die Fahrbahn hineinragen.

Das Wurzelwerk der Bäume mache Straße und Gehweg kaputt. "Die Randsteine werden durch die Bäume schon in die Straße reingedrückt, der Gehweg ist total buckelig, weil der Teer hochgehoben wird", so Günter Keimeleder.

Ein weiterer Anwohner erzählt, wie sich die Wohnstruktur in seiner Straße verändert habe. Auf Grundstücken, wo früher Einfamilienhäuser standen, wurden Zehnfamilienhäuser errichtet. Jede Partei habe ein Auto, das an der ohnehin zu schmalen Fahrbahn parken müsse.

Des Weiteren gibt es am Gehweg unweit der Kreuzung einen Wasserabsperrhahn an der Gehsteigkante, der etwas hervorsteht. Dadurch hätten sich beim Parken schon einige Leute die Alufelgen aufgerissen. Das sollte behoben werden, indem man den Hahn ebenerdig abschneidet.

Der Vorschlag der beiden Herren: Die Gehsteigseite mit den Bäumen von zwei Metern auf einen verschmälern, die Bäume entfernen und so die Straße verbreitern. Oder gleich eine Einbahnstraße schaffen. Man müsse auch die Radfahrer, vor allem Kinder, bedenken, die bei Gegenverkehr und dem Zickzack-Kurs beim Ausweichen der parkenden Autos nicht gerade sicher unterwegs seien.

Beide betonen, am Verkehrsaufkommen nicht der Firma Netzsch die Schuld zu geben. Denn würde der Betrieb umsiedeln, würden auf dem Areal vermutlich 200 neue Wohnungen entstehen und die Mieter mit mindestens 200 weiteren Autos die schmale Liebigstraße zuparken würden. Man müsste also an der gegebenen Situation etwas ändern und für eine breitere Straße sorgen.

Bürgermeister Klika hörte interessiert zu und erklärte, er werde sich das Problem vor Ort einmal anschauen. Die Idee von der Einbahnstraße schien ihm zu gefallen.

kla/Mühldorfer-Anzeiger

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