VfL-Projekt: Bikepark im Stadtpark

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Die VfL-Abteilung Tri and Bike um ihren Vorsitzenden Christoph Vetter will einen solchen Park mit Unterstützung des Gesamtvereins und des Bürgermeisters in einem Teil des Stadtparks realisieren.

Waldkraiburg - Im nördlichen Teil des Stadtparks soll ein Bikepark entstehen. Dafür setzen sich Mitglieder des VfL Waldkraiburg ein.

Die junge Abteilung Tri and Bike ist eine rührige Sparte im VfL Waldkraiburg. Das zeigt nicht nur das Radkriterium, das die Sportler um Vorstand Christoph Vetter am kommenden Sonntag im Stadtzentrum auf die Beine stellen. Das beweist ein weiteres Projekt, für das sie sich einsetzen: einen Bikepark, der im nördlichen Teil des Stadtparks entstehen soll.

Bikeparks, auf denen Mountainbiker bergab brettern, über Hindernisse jagen oder über Schanzen springen, sind seit einiger Zeit ziemlich angesagte Freizeiteinrichtungen für Jugendliche. Vor allem im alpinen Gelände gibt es mittlerweile eine ganze Reihe solcher Parks. Diesen Trend will auch die Sparte Tri and Bike aufgreifen. Sie bemüht sich seit einer Weile um einen Bikepark in Waldkraiburg, der vor allem für den Vereins.- und Schulsport genützt werden soll. Zwei Versuche am Gasteig und auf dem Gelände des Hauses Sudetenland sind allerdings aus verschiedenen Gründen gescheitert.

Im dritten Anlauf hofft der knapp 100 Mitglieder starke Verein, die Bahn nun im Stadtpark verwirklichen zu können. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit Bürgermeister Siegfried Klika, der VfL-Vorsitzenden Annemarie Deschler und dem Streckendesigner Johanes Knollhuber sieht Christoph Vetter gute Chancen für das Projekt, nicht zuletzt wegen der "tollen Unterstützung" durch Bürgermeister und VfL-Vorsitzende.

Natürlich soll nicht der ganze Stadtpark zum Biker-Parcours werden. Nur der nördliche Hügel am Rand des Parks kommt dafür in Frage, auch deshalb, weil er der am wenigsten frequentierte Teil der Grünanlage ist, wie Bürgermeister Klika sagt. "Ich stehe dem Projekt positiv gegenüber", so Klika auf Anfrage. "Es ist sinnvoll, für die jungen Leute was zu machen." Entschieden sei aber noch nichts, betont er. Rechtliche Fragen und Fragen der Haftung seien ebenso wie Themen des Naturschutzes zu klären. Zunächst will Klika den Vorschlag des Streckendesigners abwarten und prüfen.

Mit Vetter ist sich der Bürgermeister einig, dass das Areal für die Mountainbiker und Freestyler recht gute Voraussetzungen bietet. Es liegt in der Stadt und ist deshalb sehr gut zu erreichen. Einige Abfahrten sind vorhanden, ebenso eine Holzbrücke, die über Bunkerreste führt. Das Gelände hat eine Struktur, "mit der man etwas anfangen kann", meint Vetter. Schöne Wege, Steilkurven aus Holz, Schanzen und Plattformen zum Runterspringen könnten das Areal zum abwechslungsreichen Parcours machen.

"Die Kosten, die für die Stadt anfallen, wären sehr gering", sagt der Tri-and-Bike-Vorsitzende. Die Arbeiten will der Verein selbst in die Hand nehmen. Rund 30 Mitglieder werden wohl mithelfen, so Vetter, der auch auf die Unterstützung von zwei Gartenbauunternehmern und weiterer Sponsoren baut.

Damit Spaziergänger im Park von den Radfahrern nicht belästigt oder erschreckt werden, müssten die Ausfahrten mit Holzbauten abgeschirmt werden.

Christoph Vetter ist überzeugt, dass der Bikepark von den Jugendlichen aus Waldkraiburg und der Umgebung, wo es schon eine rege Szene gibt, gut angenommen würde. "Das könnte ein Treff für aktive Jugendliche werden", meint er - und damit eine Bereicherung an Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, von denen es in Waldkraiburg nicht zu viele gibt.

Hoffnung macht Tri and Bike das Beispiel Wasserburg. Dort war eine ähnliche Anlage zunächst wild gebaut worden und konnte später, nachdem sich die Stadt eingeschaltet hatte, genehmigt werden. Auch für die haftungsrechtlichen Fragen habe man dort eine Lösung gefunden, so Vetter.

hg/Mühldorfer Anzeiger

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