Unterschiedliche Signale aus der Industrie

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Waldkraiburg - Aus der Industrie kommen zum Abzug des ABC-Zuges unterschiedliche Signale.

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So sehen die beiden ortsansässigen Unternehmen der Kraiburg-Gruppe, Gummiwerk und TPE, die Dezentralisierung als "unkritisch" an und "vertrauen nach wie vor auf die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Waldkraiburg", wie es in einer Stellungnahme der Geschäftsführer Helmut Esefeld und Franz Hinterecker heißt.

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Ganz anders kommentiert den Vorgang Martin Fuchs von der Chemtura Manufacturing. Der Abzug des ABC-Zuges "hat uns sehr überrascht und zudem sehr verärgert", teilt er auf Anfrage mit. Als - so wörtlich - "sehr bedenklich" schätzt er die Abgabe des Erkundungsfahrzeugs ein. Dieses Fahrzeug sei bisher sehr intensiv in die Notfallpläne der Industriebetriebe eingebunden, um unter anderem notwendige Informationen zur Lagebeurteilung in Störfällen oder bei größeren Industriebränden schnell zu beschaffen und zum anderen, um die Bevölkerung in der Nachbarschaft über Lautsprecherdurchsagen in Störfällen zu warnen. Das Fahrzeug sei mit modernen und sehr leistungsfähigen Messgeräten und automatisierbaren Lautsprecheranlagen ausgerüstet, so Fuchs, der bei der Chemtura für das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement zuständig ist.

Fuchs verweist zudem auf eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Feuerwehr seit den 90-Jahren. Sogenannte "Fachberater Chemie", die sich aus Umwelt- und Sicherheitsfachleuten der Waldkraiburger Chemiebetriebe rekrutierten, unterstützten die Feuerwehr-Ausbildung im Umgang mit den Messgeräten des Erkundungsfahrzeugs und der Einsatzstrategie. Damit konnte nach seiner Einschätzung der personelle Aufwand der Feuerwehr zur Betreuung des ABC-Zuges "minimiert werden".

Fuchs wirbt dafür, die Entscheidung nach Diskussion mit den Betrieben nochmals zu überdenken.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

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