FC Grünthal lud nach Unterreit

Unvergessliche Gaudi beim Bubble Soccer Turnier

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Fallen, aufstehen, Tore schießen. Ach ja - und Spaß haben stand noch auf der Liste beim Bubble Soccer Turnier in Unterreit
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Unterreit - Knallharte Spieler, stramme Wadel und eine große Portion Gaudi. Beim Bubble Soccer Turnier auf dem Sportplatz in Unterreit ging es am Samstag rund. Etliche Zuschauer erlebten eine Mischung aus Rugby und Fußball. 30 Männerteams und vier Damenteams gaben sich die Ehre.

Herumrollen, zusammenstoßen und auch mal den Fußball nicht so treffen, wie man es im normalen "Fußballer-Leben" natürlich könnte. Beim Bubble Soccer Turnier auf dem Sportplatz Unterreit kugelten die Teilnehmer auf dem Rasen herum, als wären Teletubbies und Marschmellos im Wettstreit.

Bereits zum zweiten Mal in Folge lud der FC Grünthal zu diesem etwas anderen Gauditurnier ein. Insgesamt fünf Leute organisierten dieses Event, das insgesamt 30 Männerteams und vier Damenmannschaften nach Unterreit zog. Nicht zu vergessen die vielen Schaulustigen, die beim Anblick der herumhopsenden runden Menschenkugeln so manchen Lachflash bekamen.  

Viele Fantasienamen gingen an den Start

Von "Freibierlätschn", Goishüddn, Bauwagen Schwindegg, Rotter Stiere, Anal-Phabeten, Heilige Trinker, Los Promillos, Mehringa Bomber, Bauchnobespritzer, Reichertsheim-Ramsau, Hüpfende Glocken, Grazien, Hubba Bubba, die Chaoten und viele weitere Teams begeisterten beim Anmelden bereits mit den Mannschaftsnamen!

Sie alle zeigten sich teamstark, hochmotiviert, gestärkt und kampfessicher und bewiesen absoluten Zusammenhalt, ablenken von den Gegnern ließ sich hier niemand. Teamstärke wurde demonstriert!

Bubble Soccer Turnier des FC Grünthal in Unterreit

Einer der Organisatoren ist Raimund Asenbeck. Er zeigte sich begeistert über die tolle Atmosphäre auf dem Sportgelände des FC Grünthal: "Wir freuen uns, dass es auch im zweiten Jahr so gut ankommt und wir alle viel Spaß beim Bubble Soccer haben", so Asenbeck.

Was ist Bubble Soccer?

"Hier gibt es fast keine Regeln", erklärt Asenbeck. Bubble Soccer sei eine Mischung aus Rugby und Fußball. Man dürfe den Gegner wegschubsen, anstoßen, ihm hineinrennen, damit die eigene Mannschaft besser zum Ball komme, nur das Eingrätschen sei ein absolutes "No go", so Asenbeck.

Für die Schiedsrichter aus den eigenen Reihen dennoch eine Herausforderung: "Es sind emotionale Partien, weil jedes Team den Sieg vor Augen hat und natürlich gewinnen will", weiß Asenbeck. Als Balljungen aktiv waren die E- und D-Jugendmannschaften des FC Grünthal.

Den Wanderpokal beim ersten Turnier im Sommer 2015 gewannen die gstandenen Männer des ASV Rott - beim Bubble Soccer besser bekannt als "Rotter Stiere". Heuer kamen die - überwiegend im Fußball in Rott aktiven "Rotter Stiere" gar mit einem Bus nach Unterreit - und mit gleich mehreren Mannschaften.

Hilft es, Fußballer zu sein?

Auffallend viele Teams sind leidenschaftliche Kicker in Vereinen der Region. Die Rotter Stiere allerdings scheinen eine besondere Taktik zu laufen, denn sowohl die Sieger des vergangenen Jahres - als auch die zweite Mannschaft der Rotter Stiere - überzeugten beim Wettstreit. Die Neulinge aus Rott gewannen gegen das heimische Team aus Unterreit, die unter dem Mannschaftsnamen "Anal Phabeten" an den Start gingen und verwiesen die Gastgeber auf Platz zwei.

Rotter Stiere 1 wurden Dritter, Rotter Stiere 2 belegten den ersten Platz. Nach den Vorrunden kam es schlussendlich zu einem spannenden Finale. Im nächsten Jahr will man einen Doppelsieg für Rott einfahren.

Sauber kann Jeder - dreckig macht mehr Spaß

Einmal Fallen, Purzelbaum und Salto. Kopfüber landeten manche Spieler auf dem durch kurze Regenschauer nass gewordenen Rasen. Mit Dreckspritzern benetzte stramme Waden schauten lediglich aus den runden Gummiball-Kostümen hervor. Die aufgeblasenen Rundkostüme sind innen mit Gurten und Griffen zum Festhalten ausgestattet, oben ist die Kugel ebenso offen, wie unten. Der Kopf der Spieler ist jedoch hinter der Fläche verborgen, klar sehen kann man in dem "Ding" nicht wirklich.

Das Publikum jubelte, bei den am Spielfeldrand stehenden Fans aus den eigenen Reihen verdoppelte sich der Herzschlag. Sechs Minuten dauerte jedes Spiel, von den frühen Mittagsstunden bis in den Abend hinein dauerte das Gauditurnier in Unterreit.

Der Stadionsprecher, Moderator und Stimmungsmacher beim Bubble Soccer Turnier des FC Grünthal - Christian Götz - war vom Adrenalinschub derart überwältigt, dass er von Kleinspielfeld zu Mannschaftsblock bis hin zu den Zuschauerreihen lief, und so alle mit einbeziehen konnte.

Wer meint, das Bubble Soccer sei nur was für gstandene Männer der irrt. Vier Damenteams zeigten ihr Können in einer eigenen Klasse. Mädels aus Unterreit liefen unter dem Teamnahmen "Grazien" auf den Platz. "Einige unserer Gegner haben gedacht, wir kommen aus Graz", lacht eine Unterreiter Spielerin. Verletzungen gab es keine beim Bubble Soccer Turnier.

Der Spaß stand an vorderster Stelle. "Wie bitteschön soll man sich hier verletzen", meinten die "Heiligen Trinker" aus Edling. Einen Mega-Spaß mache dieses Turnier, finden Toni, Maxi, Phil und die zwei Christophs, die sonst in Edling beim Sportverein dem Leder hinterherjagen. Die Vorbereitungen der Mannschaften klingen unterschiedlich: Fußballerfahrung bringe rein gar nichts, hieß es von den Spielern. Viel besser sei Vorglühen, wenig Schlafen, viel Gute Laune im Gepäck - so geht modernes Soccer-Training heutzutage. Zumindest in der Spaß-Kategorie, zu der dieses Turnier definitiv gehört.

"Wir finden's toll hier", gestand der Sprecher der "Heiligen Trinker". Die Truppe war bereits beim Dirndl- und Burschentag auf dem Wasserburger Frühlingsfest "aktiv", doch als "Michelinmännchen" sei man auch im vergangenen Jahr schon gerne beim Bubble Soccer in Unterreit angetreten. Die Vorbereitung der 19- bis 23-jährigen Burschen aus Edling auf diese Partien haben mit Fußball nur wenig zu tun. "Beim Vereinssport hat Alkohol nichts zu suchen, aber hier bei diesem Gauditurnier können wir schon vorab mal auftanken, dann läuft es sich besser", witzelte der Mannschaftssprecher der Heiligen Trinker.

Ebenso am Start wie die Edlinger, Unterreiter und Rotter waren unter anderem auch Reichertsheimer, Oberbergkirchener und Schwindegger Teams. Die gesamte Region schien vom Bubble Soccer Fieber angesteckt worden zu sein. "Des hat scho Tradition", finden die Burschen vom Bauwagen Schwindegg und zogen mit ihrer Meinung gleich mit den Edlinger Kickern.

Für die Damen- und Herrenteams war das Bubble Soccer Turnier auf dem "heiligen Rasen" des FC Grünthals ein tolles Event. Das Preisgeld für den ersten Platz - 200 Euro nämlich - wurde gleich an der Bar "eingewechselt". Es gehe schließlich um die Gaudi vor Ort, hieß es von den Siegern der Mannschaft Rotter Stiere 2. Und im nächsten Jahr? "Da gibt es wohl eine Fortsetzung", verrät Raimund Asenbeck. Der Wanderpokal müsse schließlich weiter auf Reise gehen, so Asenbeck.

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