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Schmutzwasser wird teurer

Teuer, teurer, Schmutzwasser: Abwasser-Abrechnung in Unterreit führt zu Diskussionen

Hitzig ging es zu bei der Diskussion um die Abwasser-Abrechnung im Gemeindegebiet Unterreit.
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Hitzig ging es zu bei der Diskussion um die Abwasser-Abrechnung im Gemeindegebiet Unterreit.

Die Neuberechnung der Abwassergebühren in Unterreit erhitzt die Gemüter. Wenige Tage nachdem der Rat die neue Satzung beschlossen hatte, fand eine Infoveranstaltung statt.

Unterreit – Die Neuberechnung der Gebühren für das Abwasser für die Gebiete Grünthal, Einharting sowie Wang/Elsbeth treibt nicht nur die Kosten, sondern auch die Gemüter in die Höhe. Ingrid Hannemann von der Firma Kubus Kommunalberatung erläuterte an einem Infoabend die Kalkulationen, in die frühere Jahre sowie eine Perspektive einflossen. „In den vergangenen Jahren gab es eine Unterdeckung in ihrem Gemeindegebiet“, so Hannemann.

Die Kalkulation sei länger nicht angefasst worden und man sei gezwungen, die Neuberechnung umzusetzen, beschwichtigte Bürgermeister Christian Seidl (FWG) die teils aufgebrachten Bürger. Die Kommunalaufsicht hätte darauf hingewiesen, dass die Kalkulation neu zu machen sei, erläuterte Seidl. Auch außerhalb der Gemeindegrenzen gäbe es Neuberechnungen.

Auf die Gelder sein nicht zu verzichten

„Die Abwasserbeseitigungsanlagen müssen kostendeckend arbeiten“, erklärte Lieselotte Oberbauer von der Verwaltungsgemeinschaft Gars. „Wir sind eh schon hinten dran“, stellte Oberbauer fest und ergänzte, dass der finanzielle Spielraums angespannt sei. Auf Gelder könne nicht verzichtet werden.

Besonders sei, dass das Abwasser in zwei Einrichtungen geleitet wird, erklärte Oberbauer. Abwasser von Wang, Stadl und Elsbeth kommt nach Gars, das Abwasser von Grünthal über das Leitungsnetz von Kraiburg nach Waldkraiburg.

Kalkulation eigentlich alle vier Jahre fällig

Hannemann verdeutlichte die bisherige Unterdeckung. Eigentlich sei eine Kalkulation alle vier Jahre zu machen, hieß es. Für die 50 Einleiter im Gebiet Grünthal/Einharting wiegt die Neuberechnung schwer. Bei den noch unbebauten Baugebieten in Stadl und Einharting seien die Eigentümer schon in die Kosten einberechnet und hätten mit dem Kauf Abschläge bezahlt.

Wenige Tage vor der Infoveranstaltung thematisierte der Gemeinderat in seiner Sitzung die Neuberechnung der Abwassergebühren. Die Räte beschlossen die Satzungsänderung einstimmig. Über höhere Gebühren gab es keine Diskussion. Anwesende Bürger jedoch äußerten ihr Unverständnis für die – speziell für die Anwesen in Einharting – erhöhten Gebühren.

Warum regelt Satzung auch Regenwasser?

Monika Linner (FWG) zeigte sich vor der Abstimmung irritiert über die neue Satzung, in der auch das Regenwasser aufgelistet ist. „Es war doch die Rede davon, dass wir das nicht umsetzen müssen, weil es nur ein geringer Teil ist, der das Niederschlagswasser einleitet“, so Linner. Weniger als zwölf Prozent der Anwesen der Gemeinde Unterreit leiten Regenwasser in den Kanal. Oberbauer erläuterte, dass die Satzung den Passus brauche, um auch die wenigen, die Schmutzwasser und Niederschlagswassers einleiten, über die aktuellen Gebühren zu informieren.

Beispielsweise sei bei den Baugebieten Einharting I und II ein Schmutzwasser- und ein Niederschlagswasserkanal vorhanden. Die Anwesen seien dort angeschlossen und leiten das Niederschlagswasser ein, weshalb sie höhere Gebühr bezahlen, so Oberbauer.

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Linner fragte zudem, ob der Abrechnungszeitraum mit dem Kalenderzeitraum gleichgesetzt werden könne. Dies sei für die Verwaltung ungünstig, da auch der Ablesezeitraum des Zweckverbands so gestaltet sei. Zudem sei die Kasse, an die die Abrechnung angegliedert sei, mit dem Jahresabschluss ausgelastet, fügte Oberbauer an.

Die neue Satzung gilt ab November. Das erhöhte Entgelt wird erst im kommenden Jahr ausgewiesen. „Nachberechnet wird noch zu den bislang geltenden Sätzen“, so die Verantwortlichen. Infos finden sich im Bürgerheft der Verwaltungsgemeinschaft.

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