Trotz Hitze wenig Durst

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Abkühlung der nassen Art: In der Wildwasserbahn hatten Groß und Klein ihren Spaß. Insgesamt fällt die Volksfestbilanz eher mau aus. Das heiße Wetter machte den Schaustellern und dem Festwirt einen Strich durch die Rechnung.

Waldkraiburg - Die Tropenhitze während des Volksfestes lockte die Bürger eher an die Badeseen und Freibäder als ins Bierzelt oder zum Karussellfahren. Insgesamt fällt die Bilanz eher mau aus. **www.waldkraiburger-volksfest.de**

"Wir bewegen uns gegen den Trend der Meinung hier auf dem Festplatz", sagt Dieter Schillhuber vom Sternenzelt. Seine Volksfest-Mitstreiter, Schausteller und Festwirt, sind nicht zufrieden.

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Das Sternenzelt allerdings habe sehr gute Besucherzahlen gehabt, trotz Tropenhitze. "Bei uns ging es zwar auch später los, das Nachmittagsgeschäft fiel flach, aber die Gäste bestätigen, dass sie bei uns Urlaubsfeeling bekommen - wegen der Temperaturen", berichtet Schillhuber. Dazu die kühlen Cocktails und der Klassiker, die "Blue- Hawaii-Party" am Mittwochabend. Insgesamt hätten sich die Mottoabende sehr gut entwickelt und das Abendgeschäft die leeren Nachmittage kompensiert. Man ernte auch die Früchte der Aufbauarbeit der vergangenen 18 Jahre, habe ein breites Stammpublikum und spreche viele im Alter von 16 bis 80 Jahren an.

Schaustellersprecher Dieter Rilke fand den Kindertag und den zweiten Sonntag "ganz okay". Die ersten Tage seien einfach zu heiß gewesen und die Leute hätten allgemein weniger Geld ausgegeben. Er glaubt auch, dass das Public Viewing im großen Festzelt während der Fußball-WM zwar toll sei für die Bevölkerung, aber die Schausteller habe das Geld gekostet, weil die Leute während des Volksfestes nicht mehr konsumfreudig waren.

"Im Großen und Ganzen müssen wir froh sein, dass die Platzgelder hier in Waldkraiburg im Rahmen sind", so Rilke. Volksfestbürgermeister Norbert Meindl lobt er ausdrücklich für seine Kreativität, das Volksfest zu gestalten. "Das Programm ist ausgewogen und bunt, für jeden ist was dabei."

"Um einiges weniger als sonst", war der "Ausstoß" in der Alpenland-Festhalle. Festwirt Jochen Mörz ist überzeugt, dass es am heißen Wetter lag. "Man kann es den Leuten nicht verdenken, dass sie bei 38 Grad nicht im Zelt sitzen wollen, obwohl es drinnen kühler war als draußen." Die Gäste, die kamen, saßen im Biergarten, wo "ab und zu ein Lüftle wehte". Sein Fazit im vierten Jahr Waldkraiburg: 2010 war das schlechteste Jahr. Das Public Viewing im Vorfeld sei bei den Deutschlandspielen gut angenommen worden. Allerdings wurden alle Spiele bewirtet, bei denen manchmal kein einziger Gast da war.

Norbert Meindl bedauert, dass heuer viel weniger los war. "Das tut mir sehr leid für die Schausteller. Ich hätte mir mehr Frequenz gewünscht. Aber für das Wetter kann man nichts", sagt er. Alles in allem sei es friedlich abgelaufen und insgesamt ein schönes Fest gewesen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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