Schmutzig - wenn die Braut sich traut

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Ein Brautpaar fernab von Kitsch und Weichzeichner beim Fotografieren in einer Industrieruine. "Trash the Dress" heißt der Trend für Hochzeitsfotos, der aus den USA kommt. Die Waldkraiburger Fotografin Andrea Drees und Hochzeitsplanerin Melinda Horend wollen ihn hier etablieren und suchen Models.

Waldkraiburg - Das werden sicher etwas andere Hochzeitsfotos: Mit "Trash the Dress" gehen Hochzeitsplanerin Melinda Horend und Fotografin Andrea Drees ungewöhnliche Wege. Brav war gestern.

Es wird nass, schmutzig und sexy. Etwas andere Hochzeitsfotos möchte die Fotografin Andrea Drees zusammen mit Hochzeitsplanerin Melinda Horend von "Honeysweet" interessierten Brautpaaren anbieten. Unter dem Stichwort "Trash the Dress" ("Trash" ist Englisch und bedeutet so viel wie Schrott, Anm. d. Red.) suchen sie Frauen und Männer, die "sich trauen, mit ihrem Brautkleid oder Hochzeitsanzug ausgefallene Fotos zu machen".

"Trash the Dress" ist genau das Gegenteil von verkrampften, "ordentlichen" Hochzeitsbildern. Es kann schmutzig, nass und sexy sein. Das "Trash the Dress"-Konzept: außergewöhnliche und spannende Hochzeitsaufnahmen, deren Ursprung in den USA zu finden ist. Der amerikanische Fotograf John Michael Cooper ist der kreative Urheber und Wortschöpfer dieser Art zu fotografieren, der für seine Aufnahme einer Braut im brennenden Kleid bekannt ist. Seine Idee hat auch europaweit bereits Freunde gefunden. Andrea Drees möchte sie auch hier in Waldkraiburg etablieren. Ihre Wirkung entfalten diese Fotos hauptsächlich durch die Atmosphäre des traditionellen Brautkleides in einer komplett untypischen Umgebung. Beliebte Orte für die Shootings sind beispielsweise Schrottplätze, Autofriedhöfe, Gewässer, Graffitiwände, alte Fabriken oder Häfen. Auch durch Schminke, Accessoires und "unpassende" Schuhe wie etwa Gummistiefel kann der Kontrast unterstrichen werden. Oft werden "Trash-the Dress"-Fotos nicht anstelle "klassischer" Hochzeitsfotos, sondern als Ergänzung dazu gemacht.

Andrea Drees und Melinda Horend sind deshalb auf der Suche nach Männern und Frauen, die an einem ausgefallenen Fotoshooting interessiert sind. Die beiden kreativen Damen haben zuerst ein Fotoshooting in einer Kiesgrube ins Auge gefasst, das hat sich aber zerschlagen: "Das war uns dann doch ein bisschen zu gefährlich", so Andrea Drees. Jetzt schwebt ihnen ein altes Industriegelände oder eine Industrieruine als Location für das Fotoshooting vor. Wer sich dafür interessiert bekommt auch ein entsprechendes Styling mit Make-up und Frisur und kann die Fotos anschließend frei verwenden. Andrea Drees und Melinda Horend möchten mit den Bildern anschließend eine Vernissage organisieren und sie der Öffentlichkeit präsentieren. Willkommen sind alle Frauen, die noch in ihr altes Kleid passen oder etwa auch die, die es für ein ungewöhnliches Shooting noch einmal tragen wollen.

Fotokünstlerin Drees sagt, dass sich die Kandidaten aber darauf einstellen müssen, dass es bei dem Fotoshooting auch schmutzig oder nass werden kann. Auch Make-up oder Frisuren werden "nicht so 08/15 sein, sondern eher ausgeflippt". Wer dabei sein will kann sich bei Andrea Drees (Schanzstraße 27, 84478 Waldkraiburg, info@foto-gen.de) oder Melinda Horend (Stadtplatz 63, 85453 Mühldorf, mhorend@honeysweet.de) bewerben; am besten mit einem passenden Foto im Hochzeitskleid. Bewerbungsschluss ist Ende April, das Fotoshooting ist für Mitte Mai geplant.

hsc/Waldkraiburger Nachrichten

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