Beim Tierschutzverein geht es finanziell bergauf

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Waldkraiburg – Nach einem Rekordverlust von über 37.000 Euro im Jahr 2008 hat sich die finanzielle Lage beim Tierschutzverein Waldkraiburg und Umgebung wieder ins Positive gewendet.

2009 verzeichnete der Verein ein Plus von 27.666 Euro. Dies ist nicht nur auf eine Erbschaft zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Umsatzerlöse gesteigert wurden und Zuschüsse der Gemeinden wieder fließen.

Waldkraiburg - Die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Waldkraiburg und Umgebung hat jetzt endgültig einen Schlussstrich unter ein negatives Kapitel der Vereinsgeschichte gezogen. Neben der aktiven Vorstandschaft wurde jetzt nachträglich auch dem ehemaligen Vorsitzenden Andreas O. bei drei Gegenstimmen die Entlastung erteilt. Dieser habe die Beträge, die er dem Tierschutzverein schuldete, mittlerweile bezahlt, so Dietmar Heller, der zusammen mit Christina Holly die Kasse prüfte. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Verein eine "gute Finanzlage".

Kassierin Elsa Laschütza hatte dazu die Zahlen vorgetragen. Sie berichtete von Einnahmen in Höhe von 111.274 Euro (gegenüber 45.000 im Jahr zuvor). Großen Anteil daran hat eine Erbschaft in Höhe von rund 35.000 Euro sowie einem Haus. Doch auch bei den Umsatzerlösen legte der Verein zu: Fünfeinhalbtausend Euro mehr, insgesamt über 17.000 Euro, wurden aus der Vermittlung von Tieren erlöst. Auch die Zuschüsse der Gemeinden flossen wieder: Über 12.000 Euro waren es 2009, nur 328 Euro im Jahr zuvor. Das Spendenaufkommen stieg um rund 2000 Euro auf fast 14000 Euro. Bei den Mitgliedsbeiträgen allerdings musste der Verein einen Rückgang von 9433 Euro auf 8826 Euro hinnehmen.

Bei den Betriebsausgaben hatten sich keine gravierenden Veränderungen gegenüber 2008 ergeben. Mit 83608 Euro lagen sie 2009 um etwa 1000 Euro höher.

Das Haus, das er geerbt hatte, vermietete der Verein an die neue Tierheimleiterin Gaby Irber, die Nachfolgerin von Bianca Maly ist. Für Irbers vierköpfige Familie ist die Unterkunft auf dem Tierheimgelände zu klein. Dort wohnt ihre Stellvertreterin Sandra Elsner. Die Versorgung der Tiere sei also gesichert. Von einer "guten Lösung" sprach Manuela Perseis, stellvertretende Vorsitzende, die durch die Versammlung führte.

Allerdings bemängelte Werner Häfner, früher selbst Vorsitzender des Vereins, dass damit gegen einen alten Beschluss verstoßen werde. 2007 habe die Mitgliederversammlung festgelegt, dass die hauptberuflich beschäftigte Tierheimleitung auch im Tierheim zu wohnen hat.

Dieser Beschluss wurde bei nur zwei Gegenstimmen aufgehoben und damit die vom Vorstand mit der Tierheimleiterin getroffene Vereinbarung abgesegnet.

In seinem Geschäftsbericht hob Vorsitzender Rudi Moser den Bau der Katzenquarantäne hervor, die heuer in Betrieb genommen wurde. 70 Katzen seien im Tierheim. Moser berichtete auch darüber, dass der Amtstierarzt mit der Arbeit der Mitarbeiter sehr zufrieden sei.

Moser wie andere Vorstandsmitglieder sprachen Unterstützern, Spendern und Sponsoren ihren Dank aus und warben um weitere ehrenamtliche Mithilfe, zum Beispiel beim Gassigehen mit Hunden. Für alle "Gassigeher" bietet Sigrid Noé-Foros eine Schulung über den richtigen Umgang mit den Hunden an.

hg/Waldraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

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