Von der Telekom vom Netz geschnitten

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Ist endlich im neuen Heim erreichbar: Georg Friedrich.

Waldkraiburg - Georg Friedrich ist sauer auf die Telekom. "Die schaffen es nicht, mein Telefon in der neuen Wohnung freizuschalten", so der 63-jährige Waldkraiburger.

"Dafür haben sie jetzt wieder meinen alten Anschluss in der alten Wohnung freigeschaltet - aber da wohnt ja keiner mehr", regt sich Friedrich auf. Georg Friedrich ist im Mai von der Böhmerwaldstraße in die Kirchenstraße umgezogen und wollte seine alte Telefonnummer behalten. "Geht in Ordnung", sagte man ihm bei der Telekom. Allerdings dauerte es vier Wochen, bis es wirklich in Ordnung war. Nach der entsprechenden Anfrage durch die Heimatzeitung kam Bewegung in die Sache und die Telekom dem Kunden entgegen.

"Die korrekte Umschaltung zu Herrn Friedrich ist durch einen Systemfehler leider nicht geglückt. Wir haben den Umstand nun schnellstmöglich korrigiert. Am Freitag wurden die Leitungen in der neuen Wohnung freigeschaltet. Seine Telefonnummer bleibt dieselbe", lautet die Stellungnahme von Cordelia Hiller, Pressesprecherin der Telekom für Süddeutschland.

Georg Friedrich war in den vergangenen vier Wochen ziemlich genervt. Als Flughafenangestellter arbeite er im Standby-Dienst und müsse oft auf Abruf bereit sein. "Mein Chef konnte mich nicht anrufen, das geht doch nicht." Er habe sich immer wieder das Handy seiner Frau ausleihen müssen, was ziemlich umständlich war. Was ihn am meisten ärgert: Seine neue Adresse steht als Rechnungsadresse in dem Bestätigungsschreiben der Telekom für die Ummeldung. Dennoch wurde die alte Leitung freigeschaltet.

Telekom erlässt 59,95 Euro

Immer wenn er nachfragte, sagte man ihm, dass der Anschluss bereits funktioniere. "Ich wunderte mich, bis ich rausfand, dass die meinen alten Anschluss wieder aktivierten. So ein Blödsinn", sagt Friedrich. Viel zu oft habe er mit der Servicestelle - oder dem Anrufbeantworter - telefonieren müssen. "Das ist doch nicht normal."

Nun hat ihn der Telefonanbieter besänftigt. "Wir haben uns bei unserem Kunden entschuldigt und ihm als kleine Wiedergutmachung die Bereitstellungskosten von 59,95 Euro erlassen", so Hiller.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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