Strompreise steigen

Waldkraiburg - Nicht nur in Mühldorf steigen schon bald die Strompreise. Auch in Waldkraiburg wird die Energieversorgung am dem 1. März teurer.

Ab 1. März müssen Stromkunden der Stadtwerke Waldkraiburg tiefer in die Tasche greifen. Die Kilowattstunde ist dann um 3,56 Cent teurer. Die Anpassung sei ausschließlich der Erhöhung der Netzentgelte, Abgaben und Steuern geschuldet, betont Josef Fellner, Vertriebsleiter Strom. "Wir verdienen daran nichts."

Der Arbeitspreis erhöht sich um 3,56 Cent pro Kilowattstunde, der Grundpreis bleibt stabil. Für den allgemeinen Tarif, den mehr als 90 Prozent der privaten Stromkunden haben, bedeutet dies, dass die ersten 1500 Kilowattstunden im Jahr je 27,97 Cent kosten, für die nächsten 2500 Kilowattstunden 27,70 Cent und für alle weiteren Kilowattstunden 27,61 Cent. Für einen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden ergeben sich für 2013 beispielsweise monatliche Mehrkosten von 8,65 Euro, also über hundert Euro auf ein Jahr gerechnet.

Lesen sie auch die Informationen zu den

steigenden Strompreisen in Mühldorf.

Wäre es nach den Stadtwerken gegangen, hätte es eine Erhöhung der Tarife nicht gebraucht. Denn beim Stromeinkauf habe man die Kosten stabil halten können. Wie nahezu alle anderen Anbieter muss auch die städtische GmbH Kosten, die durch steigende Netzentgelte, Abgaben und Steuern entstehen, auf die Kunden umlegen. Fast 50 Prozent des Strompreises machen Abgaben und Steuern mittlerweile aus: die EEG-Umlage, die den Erzeugern regenerativer Energien feste Einnahmen garantiert (sie steigt um 1,69 Cent pro Kilowattstunde), die KWK-G-Umlage, mit der der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Wärmenetzen gefördert wird (plus 0,12 Cent), die § 19 StromNEV-Umlage, die die Befreiung von Unternehmen mit hohem Stromverbrauch von der Zahlung der Netzentgelte ausgleicht (plus 0,18 Cent), die Offshore-Haftungsumlage, mit der Investitionsrisiken beim Bau von Windkrafträdern finanziell abgesichert werden (sie beträgt 0,25 Cent). Die Erhöhungen summieren sich auf 2,24 Cent netto (2,66 brutto) pro Kilowattstunde, rechnet Fellner vor. Hinzu kommen die Netzentgelte für die Durchleitung des Stroms vom Erzeuger bis zum Kunden, die laut Fellner von Werk zu Werk unterschiedlich sind und von der Regierung von Oberbayern begutachtet werden. Sie steigen 2013 deutlich an.

Auch bei den Firmenkunden der Stadtwerke schlagen die höheren Abgaben mit 2,66 Cent pro Kilowattstunde zusätzlich zu Buche.

"Die Stadtwerke verdienen an der Erhöhung keinen Cent", betont Josef Fellner. "Wir zahlen noch drauf." Denn die Tariferhöhung greift erst zum 1. März. Die Umlagen werden den Stadtwerken aber bereits ab 1. Januar in Rechnung gestellt.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser