Steht das Freibad vor dem Aus?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Badespaß in Kraiburg steht auf der Kippe. Die personelle Unterstützung von den Waldkraiburger Stadtwerken ist nicht mehr gewährleistet. Vielleicht kann zumindest die Chlorierung weiterhin von Fachpersonal aus der Industriestadt durchgeführt werden. Die Gemeinde sucht dringend Rettungsschwimmer als Aufsichtspersonen für den Betrieb in der kommenden Badesaison.

Kraiburg - Weil die Stadtwerke Waldkraiburg sich personell nicht mehr in der Lage sehen, das Freibad Kraiburg im Sommer 2012 mitzubetreuen, steht nun die Gemeinde vor einem Problem.

"Wir hängen absolut in der Luft", sagte amtierender Bürgermeister Herbert Heiml in der Gemeinderatssitzung.

"Keine frohe Kunde" hatte amtierender Bürgermeister Dr. Herbert Heiml zu machen. In einem Schreiben teilten die Waldkraiburger Stadtwerke der Gemeinde mit, dass sie dem Kraiburger Freibad in der Sommersaison 2012 nicht mehr mit ihren Personaldiensten zur Verfügung stehen können. Sie haben personelle Engpässe und konnen keine Mitarbeiter abstellen zur Betreuung eines zweiten Bades neben dem städtischen Waldbad. Damit endet wohl in Sachen Bäder die interkommunale Zusammenarbeit.

Heiml habe mit Herbert Lechner, Prokurist der Stadtwerke Waldkraiburg, telefoniert und sagte in der Sitzung "Wir hängen absolut in der Luft". Kraiburg sei unbedingt auf den technischen Service aus Waldkraiburg angewiesen, da die tägliche Chlorierung der Becken nur von Fachleuten erledigt werden dürfe. "Diese Person muss eine Fachausbildung im Bäderwesen haben", so Heiml. Lechner habe ihm zugesagt, für die Gemeinde für diesen Bereich eine Lösung zu suchen. Aber sicher werde es keine Unterstützung mehr für die Aufsicht im Freibad geben.

Daher suche die Gemeinde nun Aufsichtspersonen mit einer Rettungsschwimmer-Prüfung - natürlich gegen Bezahlung. Jede Aufsichtsperson dürfe nur sechs Stunden im Dienst sein und müsse dann abgelöst werden. Bisher sei das immer von Personal aus Waldkraiburg übernommen worden und die Gemeinde habe dafür rund 20000 Euro jährlich nach Waldkraiburg überwiesen. "Wir brauchen also unbedingt jemanden für die Aufsicht, damit unser Schwimmbad weiter funktioniert. Und die technische Hilfe aus Waldkraiburg brauchen wir auch", so Heiml.

kla/Mühldorfer-Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser