Der "kleine Nockherberg" zieht um

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Das Starkbierfest findet heuer erstmals im Haus der Kultur statt. Auf eine tolle Premiere stoßen (von links) Martin Berger und Klaus Bergmann von der Toerring-Brauerei mit dem CSU-Vorsitzenden Harald Jungbauer, Starkbierredner Karl Lehmann, Bistro-Wirt Benni Smogavc und sein Vater Janez an.

Waldkraiburg - Das Starkbierfest mit Redner Karl Lehmann hat sich in den vergangenen Jahren zur Veranstaltung mit Kultcharakter entwickelt. Immer größer wurde die Nachfrage nach Karten.

Jetzt ziehen die Veranstalter, der CSU-Ortsverband und die Toerring-Brauerei, die Konsequenzen und wechseln mit dem Starkbierfest am 15. März ins Haus der Kultur.

18-mal war das Starkbierfest nun im Graf-Toerring-Hof. Jetzt zieht der "kleine Nockherberg" in Waldkraiburg um. Ein Bierfest im Theatersaal - geht das überhaupt? Natürlich hat man sich im Vorfeld diese Frage gestellt. Seit zwei Jahren sei der Wechsel des Veranstaltungsortes im Gespräch, sagt Starkbierredner Karl Lehmann. "Wir haben nie den Sprung gewagt, weil wir die Wirtshausatmosphäre hoch angesetzt haben."

Doch das Interesse an Karten übersteigt die Kapazität des Toerring-Hofes mittlerweile deutlich. Das Bräustüberl hatte man schon vor einigen Jahren integriert, zuletzt den Versuch gemacht, die Rede im Nebenzimmer per Video zu präsentieren. Eine Lösung war auch das nicht. Und zwei Starkbierreden sind Progoder Karl Lehmann eine zu viel.

Mehr als 300 können im Toerring-Hof nicht live dabei sein. Und die sitzen eng aufeinander. "Ohne jede Werbung" seien heuer schon vor Beginn der Fastenzeit Reservierungen für 280 Plätze eingegangen, sagt CSU-Ortsvorsitzender Harald Jungbauer. Die Ortsvorstandschaft der Partei und die Stadtratskollegen seien da noch gar nicht mitgerechnet. Das Starkbierfest, das als Stammtisch begann, habe eine "unglaubliche Entwicklung" gemacht.

Am Aschermittwoch habe man deshalb in Absprache mit der Brauerei entschieden, in den Großen Saal im Haus der Kultur zu wechseln. Den Termin, Freitag, 15. März, hatte Benni Smogavc, Wirt des Bistro Cults, noch frei.

Brauerei und Bistro-Wirt werden so dekorieren, dass der Saal für ein Starkbierfest passt. Neben der besseren Akustik bietet er vor allem den Vorteil, dass bei Tischbestuhlung 470 Plätze zur Verfügung stehen.

Die bisherigen, überwiegend positiven Rückmeldungen bestärken Jungbauer, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Leute seien zwar vom neuen Veranstaltungsort überrascht, doch die meisten freuen sich vor allem, dass sie Aussicht auf Karten haben.

Die gibt es übrigens nicht im Haus der Kultur, sondern beim stellvertetenden CSU-sitzenden Thomas Lainer. Unter Telefon 08638/81540 nimmt dieser Reservierungen entgegen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Donnerstag, 28. Februar.

Eins verspricht der Starkbierredner auch für das neue Festlokal hoch und heilig: Karl Lehmann hat sich nicht verändert und wird wie in den vergangenen Jahren kein Blatt vor den Mund nehmen, nach er bewährten Maxime: "Der Schuss geht von hinten durch die Brust ins Auge."

An Themen mangelt es dem Progoder nicht. Alle 14 Tage gehe er durch die Stadt, so Lehmann. "Sagenhaft", so sein viel sagender Kommentar zu diesen Rundgängen. Auch rund um Waldkraiburg herum hat er sich umgeschaut, auf den neuen Straßen zum Beispiel, in die viele neue Buckel eingebaut wurden. Und dann sind ja auch noch jede Menge Wahlen, ein gefundenes Fressen für einen Starkbierredner, wobei Lehmann betont, dass er sich die Kommunalwahl 2014 für das nächste Jahr aufheben will. Da findet die Starkbierrede nämlich eine Woche vor der Wahl statt. Ob er die Kommunalwahl heuer wirklich ganz ausblenden kann, wird sich am Freitag, 15. März, zeigen. Um 19 Uhr beginnt das Starkbierfest, ab 18 Uhr ist Einlass. Stimmungsmusik machen "Die Herzstürmer".

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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