Stadtbau: Schwerpunkt Modernisierung

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Die Modernisierung des so genannten Punkthauses mit 48 Wohnungen in der Franz-Schubert-Straße 40 will die Stadtbau im kommenden Jahr angehen.

Waldkraiburg - Insgesamt 217 Wohnungen hat die Stadtbau GmbH mittlerweile im Stadtteil Waldkraiburg-Süd saniert. Rund 15 Millionen Euro wurden dafür in den vergangenen zehn Jahren ausgegeben.

Diese Zahlen nannte Geschäftsführer Hermann Karosser im Stadtrat.

1042 Wohnungen sowie gewerbliche Objekte, Garagen und Kleingärten vermietete die städtische GmbH mit einer Bilanzsumme von 65,5 Millionen Euro im Jahr 2009. Einem Vermögen von gut 50 Millionen in Grundstücken und Gebäuden stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 42 Millionen gegenüber.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist bei Umsatzerlösen von 5,87 Millionen Euro für 2009 einen Jahresgewinn von 67.000 Euro aus. Nach dem Minus von 272.000 Euro im Jahr davor, das auf "mächtige Gewerbesteuernachzahlungen" zurückzuführen war, sei die GmbH damit "wieder in die Normalität zurückgekehrt", so Karosser.

Einen Schwerpunkt setzte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren im Bereich der Generalsanierung und Instandhaltung. Mit den letzten beiden Einheiten in der Richard-Wagner-Straße sind alle Stadtbau-Gebäude im Süden modernisiert, mit Ausnahme der vier Hochhäuser. 2011 ist die Modernisierung des ersten Komplexes mit 48 Wohnungen in der Franz-Schubert-Straße 40 geplant. 15 Millionen Euro wurden für die Modernisierungsprojekte im Stadtteil Süd ausgegeben. Die Instandhaltungsmaßnahmen in Stadtbau-Wohnungen sind in dieser Summe nicht enthalten. Diese belaufen sich laut Karosser jährlich auf rund eine Million. Davon profitiere nicht zuletzt das heimische Handwerk. Etwa zwei Drittel der Summe, fast 60.000 Euro vergab die GmbH 2009 an Fremdfirmen.

Von den Mietern wird das Engagement des Unternehmens honoriert. Die Leerstandsquote liege "praktisch bei null", so der Geschäftsführer, der auch in Sachen Verkäufe von einer positiven Entwicklung berichtete. Die Nachfrage nach Baugrundstücken wie Gewerbegrundstücken habe angezogen.

Karosser sieht deshalb auch Bedarf, neue Grundstücke bereitzustellen. "Wir müssen uns schleunigst darum bemühen", sagte er im Stadtrat. Auch über den Gasteig sowie Erweiterungsmöglichkeiten im Föhrenwinkel und in Fortsetzung des Baugebiets am Fichtenweg westlich der Von-der-Tann-Straße müsse nachgedacht werden, so der Geschäftsführer auf Nachfrage.

Eine schulnahe Übergangsnutzung kündigte der Geschäftsführer für das im Schulzentrum erworbene Teistler-Haus an. Zuversichtlich ist er auch, dass der alte Bahnhof eine angemessene Nutzung, etwa für Büroräume oder Gastronomie, finden wird.

Sorgen macht der Stadtbau, die 2009 das Gebäudemanagement für städtische Objekte übernommen hat, die Situation an der Diesel-Hauptschule. Dort sind wenige Jahre nach der Sanierung bereits wieder Arbeiten an der Elektroinstallation erforderlich.

Gut angelaufen sei das Energiemanagement. Karosser bedauert, dass geplante Investitionsmaßnahmen in diesem Bereich wegen der Krise nicht durchgeführt werden konnten.

Durch die Übernahme von Mitarbeitern des städtischen Bau- und Betriebsservices stieg die Zahl der Beschäftigten der GmbH 2009 auf 28.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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