Autobahnausfahrt Waldkraiburg: Stadt nimmt Stellung

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Waldkraiburg (WN) - Die Benennung der Autobahnanschlussstellen 17 (bei Ampfing) und 16 (bei Heldenstein) sollte "Waldkraiburg" enthalten. Das bekräftigt die Stadt in ihrer Stellungnahme an die Autobahndirektion Südbayern.

Zudem schlägt die Stadt vor, dem Anschluss 19 (jetzt Mühldorf-West) die Benennung "Ampfing" zuzuweisen.

Als positiv bewertete es Bürgermeister Siegfried Klika, dass die Stadt direkt am Anhörungsverfahren für die Benennung der A94-Anschlussstellen beteiligt ist. Im Stadtentwicklungsausschuss machte er jetzt die Stellungnahme bekannt, die die Stadt in Abstimmung mit ihrem Verkehrsplaner Professor Lang zu der Benennung der Anschlussstellen abgibt, deren Namen in alle langfristig angelegten verkehrsbezogenen Informations- und Dokumentationssysteme eingehen.

Der Tenor der Stellungnahme: Die Benennung der Anschlussstellen sollte "Waldkraiburg" enthalten. Eine bloße Erwähnung der Stadt als eines von mehreren Ausfahrtszielen ist für Waldkraiburg "auf keinen Fall ausreichend".

Die Stadt beruft sich in dem Schreiben auf die "Richtlinie für die wegweisende Beschilderung auf Autobahnen", wonach Anschlussstellen durch das "wichtigste Ausfahrtsziel" benannt werden. Die Wichtigkeit richtet sich nach der Einwohnerzahl, der Lage im Straßennetz und der Verkehrsbedeutung. "Sowohl von der Einwohnerzahl, als auch von der Verkehrsbedeutung her stellt Waldkraiburg zumindest für den Anschluss 17 (bei Ampfing), aber auch für den Anschluss 16 (bei Heldenstein) das wichtigste Ausfahrtsziel dar", heißt es in der Stellungnahme.

Weiter wird in dem Schreiben ausgeführt, dass die Schwerpunkte des Verkehrsaufkommens der Stadt "eindeutig" im Osten liegen. Die Staatsstraße 2091 als Autobahnzubringer diene dafür als Erschließungstangente. Ihr geplanter Ausbau werde dem engen Zusammenhang zwischen Stadt und Autobahn gerecht. Die Stadt fordert deshalb die Benennung der Anschlussstelle 17 (bei Ampfing) mit der Bezeichnung "Waldkraiburg".

Für den Anschluss 16 (bei Heldenstein) wird in dem Schreiben festgestellt, dieser sei für die Erreichbarkeit des westlichen Stadtgebietes "nicht ohne Bedeutung". Die Ausbildung dieses Knotenpunktes folge anderen Prioritäten, der B12 West und der Staatsstraße 2084, als der Anbindung Waldkraiburgs. Mit dem Ausbau der Kreisstraße MÜ40 bei Heldenstein und der Kreisstraße MÜ25 werde der Verkehr nach Waldkraiburg-West, nach Aschau und Aschau-Werk auf dieser Route geführt. Damit es nicht zu einer Zunahme des Durchgangsverkehrs vom östlichen zum westlichen Stadtrand in Waldkraiburg kommt, sei "die Zielangabe Waldkraiburg West von Vorteil". Die Stadt sei bezüglich dieser Anschlussstelle die Gemeinde "mit der eindeutig höchsten Einwohnerzahl und dem größten Ziel- und Quellverker".

"Ampfing" statt "Mühldorf-West"

Für Ampfing, so schließt die Stellungnahme, "könnte es sich als sinnvoll erweisen, dem Anschluss 19 (jetzt Mühldorf-West) die Nennung "Ampfing" zuzuweisen, um unnötigen Durchgangsverkehr von der Ortsmitte fernzuhalten".

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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