Spürnasen durchsuchen Wald

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Es geht immer um Kommunikation: Unser Bild zeigt Mitglieder der Mühldorfer Rettungshundestaffel bei der Übung.

Waldkraiburg - Seit Jahren werden im Ernstfall die lebensrettenden Spürnasen der BRK Rettungshundestaffel bei der Suche nach vermissten Personen genutzt.

Allein mehr als 20-mal rückte im vergangenen Jahr die Mühldorfer Rettungshundestaffel des BRK im Landkreis Mühldorf und benachbarte Landkreise aus. Leiterin der Rettungshundestaffel ist die Waldkraiburgerin Heidi Janka.Damit die vermissten Personen gefunden und gerettet werden, muss nicht nur die Verständigung zwischen Hundeführer und Rettungshund klappen. Es muss auch die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und den Teams wie am Schnürchen laufen. Anlass genug für den Bezirksverband Oberbayern des BRK nun in Waldkraiburg drei Tage mit sieben Staffeln aus oberbayerischen Kreisverbänden sich mit den Bedingungen der Einsatztaktik auseinander zusetzten.

Zwei verletzte Personen suchen

"Wenn zwei dasselbe sagen bedeutet dies noch lange nicht, dass sie auch dasselbe meinen. Also fragt im Zweifel öfters nach", ermuntert der Bezirksfachdienstführer in Oberbayern der BRK Rettungshundestaffeln Frank Singer an einer Einsatzstation im Hart die Einsatzkräfte. Zwei junge Menschen haben sich nach einem Streit in den Wald unweit des Waldkraiburger Tannet abgesetzt. Aufgrund weiterer Indizien muss die Polizei davon ausgehen, dass sie sich in einer Notlage befinden. Gott sei Dank nur eine Übung! "Eine VP mit mittelschweren Verletzungen gefunden zwischen folgenden Koordinaten. Übernehmen die Erstversorgung und benötigen einen Rettungswagen", meldet der Gruppenführer des Rettungshundeteams.

Das Kürzel "VP" im Funk bedeutet "vermisste Person". Eine der geradezu klassischen Szenarien aus der Arbeit der Rettungshundestaffeln, die die rund 40 Zweibeiner sowie zehn Rettungshunde aus sieben Landkreisen bewältigen müssen. Alle Teams bekommen von der Einsatzleitung ein Suchareal zugeteilt und suchen von zwei Seiten im Doppelpack nach dem Parzellenprinzip nach den Vermissten. Für die Lebensrettung sei neben der Genauigkeit der Zeitfaktor entscheidend. "Deshalb bilden kurze, klare Übergaben sowie die Kommunikation zwischen den Gruppenführern und der Einsatzleitung einen Schwerpunkt der Einsatztaktik", betont Singer. Neben Kompass, Karten und weiteren Hilfsmitteln greifen einige Staffeln des BRK bereits auf moderne GPS-Geräte zurück, erproben die Genauigkeit im Wald. Im Ernstfall arbeiten die geprüften Spürnasen des BRK landkreisübergreifend zusammen. Deshalb soll diese Veranstaltung nicht nur das gegenseitige Verständnis sowie die Kameradschaft vertiefen.

re/Mühldorfer Anzeiger

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