SPD-Fraktionschefin: Linke betreiben Stammtischpolemik

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Waldkraiburg - Kein Ende bei der Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag am 1. Mai: Nach den Rücktrittsforderungen der Linken meldet sich nun die SPD-Fraktionschefin zu Wort.

Als "billige Stammtischpolemik" und "Hintergrund-Raunen" einer politischen "Splittergruppierung" wertet Susanne Engelmann, Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, die öffentlichen Angriffe der Partei "Die Linke" gegen ihre Fraktionskollegen im Zusammenhang mit der Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag am 1. Mai.

Die Rücktrittsaufforderungen gegen engagierte Fraktionsmitglieder wie den Dritten Bürgermeister Reinhard Babiak, "die noch dazu ihrem Protest Ausdruck verliehen haben", weist Engelmann entschieden zurück.

Lange wurde seitens der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk und des Kultur-Arbeitskreises um den Maitermin gerungen, so Engelmann. Der 8. Mai (Muttertag) sei bei den Müttern auf Protest gestoßen. Kulturelle Gruppen mussten miteingebunden werden, was die Terminfindung nochmals erschwert habe.

Ohne einem "Kommerz ohne Grenzen" das Wort zu reden - Arbeit am Tag der Arbeit sei doch schon längst Realität: die Dienste des Krankenhaus- und Altersheimpersonals, der Apotheken, der Tankstellenmitarbeiter, der Polizei, des Hotelgewerbes und anderer für das Gemeinwohl und auch zum Nutzen der Gesellschaft tätiger Personenkreise an diesem Tag.

Susanne Engelmann

Vielleicht sollte sich die Partei, so Engelmann, "auch an das Blut der Mauertoten und die Tränen der Mütter, Väter, Großväter, Urgroßväter, Brüder und Schwestern der in der DDR umgekommenen Menschen erinnern, diesem Unrechtsstaat, regiert von einer Einheitspartei, als deren Nachfolger sie sich ja versteht - und in einem arbeitsrechtlich vorbildlich organisierten, demokratischen, die Arbeitnehmerrechte hochhaltenden Gemeinwesen langsam beginnen darüber nachzudenken, ob sich die Heilige Kuh des Tags der Arbeit nicht langsam selbst überlebt hat."

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa/spd-waldkraiburg.de

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