Mit 22 schon Bürgermeisterkandidat

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Vorsitzender Werner Schreiber (rechts) freut sich über die Kandidatur von Adrian Hilge für das Bürgermeisteramt.

Kraiburg - Die SPD tritt bei der Bürgermeisterwahl am 7. Oktober mit einem eigenen Kandidaten an: Den 22-Jährigen Adrian Hilge. Er ist nun der dritte Kandidat für das Amt.

Auf einer öffentlichen Wählerversammlung nominierten die Parteimitglieder den 22-jährigen Adrian Hilge.

Er ist nach dem amtierenden Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU) und Hermann Lichtenwimmer (Grüne) der dritte Kandidat, der sich um das Amt bewirbt. Nominiert wurde er einstimmig im Gasthof Stolzbräu.

"Nach über einem Jahr ohne Ersten Bürgermeister wird es Zeit für eine Neuwahl, die Gemeinde hat einen gewählten Bürgermeister verdient", sagte SPD-Vorsitzender und Dritter Bürgermeister Adrian Hilge eingangs der Versammlung. In diesem Zusammenhang dankte er dem ehemaligen Bürgermeister Michael Loher "für die geleistete Arbeit, die vor allem in den ersten Jahren recht erfolgreich war".

Anschließend stellte sich Adrian Hilge der Versammlung vor. Er ist 1990 in München geboren und lebt seit 1994 in Kraiburg. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss erlernte er den Beruf des Elektronikers im Fachbereich Energie- und Gebäudetechnik. In diesem Beruf arbeitet er auch heute noch.

Hilge hat sich seit seiner Schulzeit immer wieder auf verschiedenen Ebenen engagiert. 2002 trat er der Jugendfeuerwehr im Ort bei und ist heute in der Vorstandschaft. Seit 2005 ist er in leitender Funktion im Jugendzentrum engagiert. Zudem ist er seit November 2010 offiziell Jugendbeauftragter der Gemeinde. Nicht zuletzt wurde er im vergangenen Jahr in die Vorstandschaft des Kreisjugendringes gewählt. Seit diesem Jahr gehört er der Vorstandschaft des Vereins zum Erhalt der Bischof-Bernhard-Sälen.

Hohe Lernbereitschaft soll fehlende Erfahrung ausgleichen

"Ich habe großen Respekt vor dem Amt des Bürgermeisters", so der junge Mann in seinen Ausführungen, "aber auch das Zutrauen und die Zuversicht, dass ich diese Aufgabe auch als Neuling erfüllen kann. Meine durchaus fehlende Erfahrung gleiche ich aus durch hohe Lernbereitschaft und meine Fähigkeit, mich auf neue Herausforderungen einzustellen."

"Die Übernahme eines neuen Amtes ist immer mit einem Lernprozess verbunden - für Jung und Alt", so Hilge. Er sei aber der festen Überzeugung, "dass man mit frischem Wind, kombiniert mit Leistungsbereitschaft, Disziplin und Durchsetzungskraft, vieles umsetzen, Altes neu ordnen und Bewährtes verbessern kann." Er bringe mit, was "alten Hasen" hin und wieder fehle: "Neugierig zu sein und sich auf ungewohnte Ideen und Lösungsansätze einzulassen."

In seinen weiteren Ausführungen machte der Kandidat deutlich, dass für ihn "immer Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Politik stehen und damit auch die Familien, ohne dabei - schon wegen des demografischen Wandels - die Senioren zu vergessen." In diesem Zusammenhang nannte Adrian Hilge auch konkrete Maßnahmen wie die Einführung einer Bürgersprechstunde, die Anstellung eines Jugendpflegers, den Erhalt von Freibad, Museen oder Bischof-Bernhard-Sälen sowie die Öffnung der Remise für Veranstaltungen.

Ausdrücklich lobte er in der Versammlung, "dass im Bereich der Familien in jüngerer Zeit viel bewegt wurde" und auch mit dem neuen Kindergarten eine sehr moderne Stätte für die Kleinkinder geschaffen wird.

Aus der Versammlung wurde Hilge großer Respekt und Zustimmung für seine Kandidatur gezollt, auch wenn er noch sehr jung sei und wenig politische Erfahrung mitbringe.

SPD-Vorsitzender Werner Schreiber versprach ihm seine volle Unterstützung, denn "Adrian Hilge ist ein Typ, der bereit ist, auch mal neue und unkonventionelle Wege zu gehen. Dabei hat er in all seinen Ehrenämtern gezeigt, dass er zielgerichtet und immer an der Sache orientiert ist und nicht am Parteibuch."

ng/Mühldorfer Anzeiger

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