Seit 60 Jahren schlägt rotes Herz

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Die SPD lebt von ihren treuen Weggefährten. Unser Bild zeigt (von links) die Ehrung langjähriger Mitglieder: Cornelia Mader, Richard Fischer, Christa und Walter Zabelt, Christa Naaß und Alexander Will. Foto kha

Waldkraiburg - 60 Jahre SPD in Waldkraiburg. Auf den Tag der Gründung genau feierte der Ortsverein dieses Jubiläum mit einer Festveranstaltung im Rahmen der Jahreshauptversammlung.

Nur zwei Gründungsmitglieder, nämlich Marianne Röll und Gerti Sattler weilen noch im Ortsverein, konnten aber aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Auf einem Videoband übermittelte aber Gerti Sattler ihre Grüße an die Versammlung im Graf-Toerring-Hof. Sattler, die bereits 75 Jahre der Partei angehört und Trägerin der höchsten Auszeichnung, der Willy-Brandt-Medaille ist, betonte in ihren Worten, dass sie stolz ist, dieser Partei anzugehören und ermunterte die Genossen, an den Zielen der Partei aktiv mitzuarbeiten.

Zahlreiche Gäste aus den SPD-Ortsvereinen des Landkreises, aber mit Anton Sterr unter anderem auch der CSU-Fraktionssprecher im Waldkraiburger Stadtrat, kamen mit ihren Glückwünschen zu dieser Jubiläumsveranstaltung. Die Festrede hielt Christa Naaß, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag, die dabei auch den Dank der Partei an den Waldkraiburger Ortsverein aussprach: "Bayerns SPD ist stolz auf euch!" Gern wäre sie nach Waldkraiburg gekommen, weil sie hier Genossen, vor allem auch Heimatvertriebene treffe, die einst vor 60 Jahren den Aufbau des Landes nach den Wirren des Krieges aktiv in die Hand genommen haben. Und mit rund 90 Mitgliedern ist Waldkraiburg der größte Ortsverein im Landkreis, der zielstrebig die aktuellen Aufgaben der Partei nach dem Motto "Für den Menschen" verfolgt.

Das unterstrich auch Hermann Wimmer aus Altötting, der 18 Jahre für die bayerische SPD im Bundestag vertreten war. Er verhehlte nicht, dass sein politisches Leben stark von Waldkraiburg geprägt war, fand er doch hier neben Bürgermeister Dr. Josef Kriegisch stets Genossen, bei denen er immer Unterstützung finden konnte.

In den Worten seiner Glückwünsche stimmte Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika dem SPD-Ortsvorsitzenden Alexander Will zu, der in seinem Jahresbericht vor allem die Bemühungen des Waldkraiburgers Ortsvereins um eine Verjüngung sowohl der Partei als auch um eine bessere Aufklärung, um die Wahlverdrossenheit vor allem der jungen Wähler zu verändern. Dies - so Klika - müsse eine gemeinsame Aufgabe aller Parteien sein, wie auch ihre Zielsetzung in der Kommune gleich ist, obgleich sie sich mit unterschiedlichen Ansichten und Wegen darin unterscheiden.

Die Grüße des Bundestagabgeordneten Ewald Schurer, der in Berlin in der Sitzungswoche nicht abkömmlich war, überbrachte sein Mitarbeiter, der SPD-Ortsvorsitzende Daniel Kalteis aus Vaterstetten.

60 Jahre SPD in Waldkraiburg ließ auch Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer in seinem Rückblick aufleben. Noch heute sind die vordringlichsten Aufgaben der Partei noch genau so wie bei der Gründung: Bildungspolitik, Arbeitsbedingungen, Gesundheitswesen.

Fischer nannte einige Namen, die in Waldkraiburg aktiv daran beteiligt waren, unter anderem Gründungsmitglieder Franz Hüller, Karl Pilz, Anton Köhler, Gerti Sattler, Elfriede Schmucker, Adolf Schlagmann, Günther Heubl, Werner Tusche, Horst Krumpholz. Eine große Geburtstagstorte überreichte er dem Ortsvorsitzenden und nahm dann auch mit Christa Naaß die Ehrung langjähriger Mitglieder vor, die allerdings nicht alle an der Ehrung teilnehmen konnten. So für 25 Jahre an Cornelia Mader, für 40 Jahre an Hans-Joachim Werner und Josef Brix, für 50 Jahre an Walter Spiegl, Christa und Walter Zabelt.

kha/Mühldorfer Anzeiger

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