Schwaiger: "Wir sind Waldkraiburg"

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Will als "Baumeister" die Stadt Waldkraiburg gemeinsam mit den Bürgern "renovieren". Kandidat Markus Schwaiger.

Waldkraiburg - Die SPD hat ihren ersten Neujahrsempfang abgehalten und ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2014, Markus Schwaiger, der Öffentlichkeit präsentiert.

Für ihn soll das Jahr 2012 im Zeichen des Aufbruchs stehen. Die SPD hat zum ersten Mal einen Neujahrsempfang gegeben und dabei ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2014 offiziell vorgestellt. Markus Schwaiger (wir berichteten) wird ins Rennen um das Amt des Stadtoberhauptes gehen.

Beim Empfang im Haus der Kultur sagte Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer, die SPD schlage ein neues Kapitel auf und wolle ein zukunftsgerichtetes Zeichen setzen. Dazu müsse man sich heute mit den Problemen befassen, die in Zukunft Thema sein werden. Die finanziellen Möglichkeiten und Schieflagen der Stadt müssen auf den Tisch kommen. Bei Zukunftsplanungen werde die SPD keine utopischen Versprechungen machen, denn "ein solider Haushalt ist die Grundlage einer gesunden Stadt". Auch die Altersarmut sei daher ein wichtiger Punkt.

Man sei mit dem Kandidaten sehr früh an die Öffentlichkeit gegangen, um "gemeinsam Visionen zu entwickeln". Der Dialog mit allen Bürgern sei der SPD wichtig.

Fischer verglich die Stadt Waldkraiburg mit einem Haus, das zwar stabil gebaut wurde, aber in die Jahre gekommen ist. Jetzt sind Renovierungsmaßnahmen notwendig. Der Baumeister soll Markus Schwaiger sein, wenn es nach der SPD geht.

Schwaiger ist ein dreifacher Familienvater, 28 Jahre alt und arbeitet als Rettungsassistent beim Roten Kreuz. Er bildet aus, leitet die Breitenausbildung im Landkreis und schult etwa Mitarbeiter von Firmen am Defibrillator.

Sein Abitur machte der Waldkraiburger am Isar-Sport-Gymnasium in München und feierte Erfolge im Basketball und in der Leichtathletik.

Der Bürgermeisterkandidat absolviert nebenbei ein Fernstudium für Europäische BWL. Das Wissen soll ihm in seiner Amtsausführung zu Gute kommen, neben der Unterstützung aus den eigenen Reihen. Als Mentor nannte er unter anderem Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch.

Als Baumeister wolle sich Schwaiger um die Förderung des Einzelhandels kümmern, generell der Wirtschaft vor Ort. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie eine sinnvolle Nutzung leerstehender Gebäude stehen auf der Prioritätenliste ganz oben. Nur durch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bleibe die Stadt wettbewerbsfähig.

Die Familienpolitik sei ein wichtiger Grundpfeiler. Etwa die Freizeitmöglichkeiten - insbesondere für das junge Volk, zum Beispiel eine Disco. Bezahlbare Grundstücke für Familien müssten her. Die Senkung der Nebenkosten für Arbeitnehmer und ein Mindestlohn nannte er als wichtige Faktoren. "Gute Löhne für gute Arbeit in Waldkraiburg, bezahlbare Mieten und Bauland", fasste er den Punkt zusammen.

Der demographische Faktor dürfe nicht übersehen werden, etwa im Hinblick auf eine seniorenfreundliche Wohnungsentwicklung. Er wolle mit allen Bürgern im Dialog bleiben, jeder dürfe an der Renovierung mitgestalten. "Wir sind Waldkraiburg", so Schwaiger, der miteinander etwas bewegen und die Stadt wieder auf die Erfolgsspur bringen will.

"Die Waldkraiburger SPD hat sich bereits aus dem Dornröschenschlaf erhoben", sagte Ortsvorsitzender Alexander Will in seinem Grußwort. Er freute sich über die Teilnahme von Altbürgermeister Jochen Fischer, Dritten Bürgermeister Reinhard Babiak, Vertretern des Stadtrates und der anwesenden Bürger. "Man muss fleißig sein", sagte er, als er Schwaiger einen Blumenstrauß überreichte. "Jetzt wird in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt", zitierte er einen Song von "Geier Sturzflug" aus den 80ern.

Im Anschluss konnten interessierte Bürger mit Schwaiger ins Gespräch kommen. Dass die "Jugend hier nicht viel hat", findet auch Martina Arnusch-Haselwarter und freut sich, dass sich Schwaiger dem annehmen möchte. Sie ist überzeugt, dass er im Erfolgsfall nach der Wahl kein leichtes Erbe antrete, denn "Waldkraiburg ist eine schwierige Stadt", so die 46-Jährige.

Manche sprechen die Erfolge Mühldorfs an, große Betriebe anzusiedeln. Schwaiger thematisiert da auch die Kaufkraft Waldkraiburgs. Hinter der Shell-Tankstelle und dem Kino sei für Neuansiedlungen abgeholzt, dennoch passiere nichts. Das könnte an den Grundstückspreisen liegen. In Mühldorf koste der Gewerbegrund rund 26 Euro, hinter dem Waldkraiburger Kino rund 70 Euro. "Die Preise müssen radikal nach unten", ist er überzeugt. kla

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