Schulfamilie verabschiedet junge Absolventen

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Gelungene Inklusion: Rektor Wolfgang Egger überreichte Stefanie Denner die Autogrammkarte mit der persönlichen Widmung von Peter Maffay.

Gars - Bei einer großen Feier mit der ganzen Schulfamilie in der Doppelturnhalle verabschiedete die Mittelschule ihre Absolventen der beiden Mittlere-Reife-Klassen und der neunten Klasse.

Rektor Wolfgang Egger lobte die guten Ergebnisse. 33 der 35 Zehntklässler schafften die mittlere Reife, der Durchschnitt bei den Prüfungsergebnissen lag bei 2,73. Von den 19 Schülern der neunten Klasse nahmen 15 am qualifizierenden Hauptschulabschluss teil. Zehn bestanden diese Prüfung, die es nur in Bayern gibt.

Ganz besonderen Wert legte die Mittelschule Gars in den letzten Jahren auf die sogenannte "Inklusion", die Integration Behinderter in die Regelschule: Stefanie Denner, seit ihrem zweiten Lebensjahr schwerst körperbehindert, durchlief ihre ganze Schulzeit in Gars und wurde dort zuletzt in der Klasse 10aM intensiv betreut.

Heuer legte sie nun mit einem Schnitt von 2,0 sehr erfolgreich die mittlere Reife ab. Wolfgang Egger hob die Leistungen und die positive Grundeinstellung des Mädchens ebenso hervor wie das große Engagement von Lehrern, Betreuern, Mitschülern und dem Schulverband Gars. Künftig besucht Stefanie das Berufsbildungswerk in Aschau-Waldwinkel und erlernt dort den Beruf der Grafik-Designerin. Rektor Egger überreichte ihr eine Fan-Autogrammkarte ihres Lieblingskünstlers Peter Maffay, die dieser mit einer persönlichen Widmung versehen hatte.

Zunächst trafen sich Abschlussschüler, Eltern und Lehrer beim von Dekan Pater Ulrich Bednara zelebrierten Gottesdienst. Dann feierte man den Abschluss in der Turnhalle. Hier sorgten die Orff-Gruppe von Lehrer Hans Höhn, die Schülerinnen und Schüler Katharina Wimmer, Felicitas Grunwald, Christine Ober und Patrick Gerbl mit Gesang und am Keyboard sowie der Lehrerchor für die musikalische Gestaltung.

Rektor Wolfgang Egger beleuchtete den jetzt anstehenden Schritt in eine neue Zeit: Gefühle des "Gott sei Dank", aber auch der Erinnerung an viele schöne Erlebnisse beherrschten das Ende der Schulzeit. Den Schritt ins Arbeitsleben vollziehe man mit Optimismus, es komme aber "kein Honigschlecken" auf die Absolventen zu, Tugenden wie Fleiß und großes Engagement würden im Beruf verlangt. Es gelte, neue Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.

Bürgermeister Norbert Strahllechner betonte, dass der Schulabschluss "ein großer Schritt ins Erwachsenwerden" sei. Der Abschluss öffne als Schlüssel neue Türen, und die Absolventen sollten die sich ergebenden Chancen selbstbewusst wahrnehmen.

Elternbeiratsvorsitzende Sybille Gruber dankte besonders den Lehrkräften und der Schulleitung für ihren Einsatz zum Wohle der Schüler. Diese hätten viel gelernt, aber auch Herzensbildung und den Blick für das Wesentliche erlangt. Auf diesem Fundament könne man jetzt optimistisch "in den neuen Lebensabschnitt springen".

Schülersprecher Patrick Gerbl hielt eine launige Abschlussrede und bedankte sich bei den Lehrkräften für die gute Betreuung. Besonders auch von den Mitschülern erhielt er kräftigen Beifall für die gelungenen Charakterisierungen und kabarettreifen Zwischenbemerkungen. An die Religionslehrerin Resi Frank überreichte er eine Spende der Absolventen für Kinder in Afrika. Für die Lehrkräfte gab es Abschiedsgeschenke.

Die Klassenleiter Regina Hornig, Reinhard Retzer und Olaf Ströbel nahmen in einem herrlichen Sketch bestimmte "Schülertypen" in bestimmten Situationen aufs Korn. Dann gab es die Abschlusszeugnisse und eine Rose für jeden Abschlussschüler.

ba/Wasserburger Zeitung

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