Schützengilde: Albrecht ist Hellers Nachfolger

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Die neue Vorstandschaft (von links): Julius Lendvai, Angelika Albrecht, Schützenmeister Bernd Albrecht, Karl-Heinz Zaglauer, Roland Straub, Jürgen Rauscheder und Robert Häuslaigner.

Waldkraiburg - Bernd Albrecht ist neuer Schützenmeister der Schützengilde Waldkraiburg. Der bisherige Stellvertreter übernimmt dieses Amt von Dietmar Heller.

18 Jahre lang stand er an der Spitze des Vereins, der nicht nur einer der größten, sondern auch der sportlich erfolgreichste im Schützengau ist.

Silbernes Ehrenzeichen des Schützengaus: Gauschützenmeister Anton Müller steckte Dietmar Heller die Nadel für besondere Verdienste im oberbayerischen Schützenwesen an.

Seit 1979 ist Dietmar Heller im Verein, seit 1981 im Vorstand, zuerst als Pressewart, dann als Dritter und Zweiter Schützenmeister. 1993 wurde er zum Ersten Schützenmeister gewählt. In diese Zeit fallen der Umbau des Schützenheims im Eisstadion und der Einzug in die Luftgewehr-Bundesliga, der die Schützengilde von 1997 bis 2009 und nach dem Aufstieg im Vorjahr nun wieder angehört. Zweimal, 2005 und 2006, wurde die deutsche Meisterschaft in Waldkraiburg ausgerichtet. Er übergebe einen sportlich erfolgreichen und gesunden Verein, sagte Heller. 18 Jahre als Schützenmeister seien genug. Auch aus gesundheitlichen Gründen kandidierte er nicht mehr erneut für dieses Amt.

An die Spitze des gut 300 Mitglieder starken Vereins wählte die Versammlung auf Vorschlag der Vorstandschaft einstimmig Bernd Albrecht. Dieser führe eine "Super-Mischung aus erfahrenen und neuen Leuten", so Heller (siehe auch Info-Block zum Wahlergebnis).

Von einem positiven Jahresergebnis 2010 berichtete Schatzmeister Robert Häuslaigner. Bei Einnahmen von fast 21.400 Euro und Ausgaben von 18.700 Euro wurde ein Plus von 2686 Euro erreicht. Der Gesamtkassenstand stieg damit zum 31. Dezember 2010 auf über 15.000 Euro. Auch im laufenden Jahr rechne er wieder mit einem positiven Ergebnis, so Häuslaigner.

Der Jahresbeitrag der Mitglieder bleibt unverändert.

Der Wiederaufstieg in die Luftgewehr-Bundesliga war die herausragende Leistung im Sportbericht, neben der es viele andere Erfolge gab: den zweiten Platz der dritten Luftgewehr-Mannschaft in der Gauliga etwa oder den ersten Rang des Luftpistolen-Teams in der Bezirksliga und viele hervorragende Einzelplatzierungen auf Bezirks, Landes- und Bundesebene sowie das gute Abschneiden der Jugendschützen beim Erdinger Weißbiercup.

Standrenovierung: Schützen werden ungeduldig

Die neue Vorstandschaft steht vor großen Aufgaben. Die Renovierung des Schießstandes, der der Stadt Waldkraiburg gehört, hätte Heller gerne noch in seiner Amtszeit zu Ende gebracht. Als Sportreferent des Stadtrates wolle er sich weiter dafür einsetzen, versprach er. Die Beleuchtung müsse dringend verbessert werden. Vor allem aber beim Brandschutz sind noch einige Vorschriften und Vorgaben zu erfüllen, etwa ein Notausgang am Schießstand.

Bei den Schützen, die gerne Eigenleistungen einbringen würden, wächst die Ungeduld, wie in dieser Versammlung deutlich wurde. Gutachten von Brandschutz- und Schießstandsachverständigen sind laut Heller erstellt, lagen aber zuletzt noch nicht vor, um weiter zu machen. Hinzu kommt, dass die Maßnahmen kostenintensiv sind und im Hinblick auf die Eisstock-WM im Frühjahr Arbeiten in der Eishalle bei den Stadtwerken Priorität haben.

Während der Verein die Verdienste Hellers im Rahmen der 60-Jahr-Feier im Herbst gebührend würdigen will, steckte Gauschützenmeister Anton Müller dem scheidenden Schützenmeister für dessen besondere Verdienste im Schützengau und im oberbayerischen Schützenwesen in der Versammlung das silberne Ehrenzeichen des Gaus an. Die Schützengilde bezeichnete Müller als erfolgreichsten Verein und sportliches Aushängeschild für den Gau.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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