Der "Schrumpftrend" setzt sich fort

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Die Stadt Waldkraiburg ist wieder ein bisschen kleiner geworden. Das Einwohnermeldeamt hat seine Statistik veröffentlicht. Zum 31. Dezember 2011 waren 23896 Menschen in Waldkraiburg gemeldet. Unser Diagramm zeigt die Altersstruktur. Am größten ist die Säule der 19- bis 65-Jährigen, also die Gruppe, die in das Alter der "Erwerbstätigen" fällt.

Waldkraiburg - Waldkraiburg ist wieder etwas kleiner geworden. Dies geht aus der Statistik des Einwohnermeldeamtes hervor. Und der "Schrumpftrend" wird sich auch weiterhin fortsetzen.

"Dies sagen uns ja die demografischen Gutachten voraus", so Siegfried Hanesch vom Einwohnermeldeamt.

Die Stadt zählt zum 31. Dezember 2011 23896 Einwohner. Im Vorjahr waren es noch 24105 Personen - 209 Waldkraiburger sind es also jetzt weniger. Auch die Geburten wurden mit 158 etwas weniger. Sterbefälle meldet das Amt 299.

Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 gab es 1849 Abgänge - die beinhalten Sterbefälle und Wegzüge - und es gab 1739 Zugänge (inklusive Geburten und Zuzüge). Zugezogen sind 1014 männliche und 567 weibliche Personen, geboren wurden 74 Mädchen und 84 Buben. Weggezogen sind laut einer Statistik von Siegfried Hanesch 893 Männer und 657 Frauen. Er listet 151 Sterbefälle weiblich und 148 Sterbefälle männlich auf.

Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger hat sich ein klein wenig erhöht. Die 3076 Personen machen einen Anteil von 12,87 Prozent aus. 186 mehr Ausländer lebten 2011 in der Stadt - laut Hanesch lässt sich dies damit erklären, dass der Anteil an ausländischen Arbeitskräften in der Stadt angestiegen ist.

Die Zahl der Nebenwohnungen ist wieder leicht angestiegen. Durch den im Jahr 2010 durchgeführten Mikrozensus wurden Nebenwohnsitze bereinigt. 2011 stiegen sie um etwa 30 an auf 467.

Aus dem Melderegister lässt sich auch die Religionszugehörigkeit ermitteln, ebenso der Familienstand. Altkatholisch sind demnach 28 Personen, 3963 sind evangelisch und 12726 bekennen sich als römisch-katholisch. 7179 Menschen machen zu ihrer Religion keine Angaben.

Verheiratet sind 11150 Waldkraiburger. 2144 Personen sind verwitwet und 2007 sind geschieden. Im Vorjahr führte das Melderegister 1952 Geschiedene.

4771 Männer und 3819 Frauen sind jetzt ledig. Auch fünf "bestehende Lebenspartnerschaften", also gleichgeschlechtliche Verpartnerungen, sind gemeldet.

In Waldkraiburg gibt es 506 Kinder bis drei Jahre. Die Vier- bis Sechsjährigen sind mit 584 vertreten. 1961 junge Waldkraiburger sind zwischen sieben und 15 Jahren alt und 710 machen die Gruppe der 16- bis 18-Jährigen aus. Wie auch im Vorjahr ist die am stärksten vertretene Gruppe in der Altersstatistik die der "Erwerbstätigen": 15137 Bürger sind zwischen 19 und 65 Jahren. Das Feld der 66- bis 75-Jährigen teilen sich 2458 Waldkraiburger und 2540 sind 76 und älter.

In der Stadt leben gar nicht wenig hochbetagte Senioren. 281 Personen fallen in die Kategorie 90plus. Zwei Damen sind 104, zwei weitere sind 101 Jahre alt. Und bei den Herren gibt es drei Hundertjährige.

Waldkraiburg zählt zu den "schrumpfenden Kommunen", darüber berichtet auch die Bevölkerungsprognose des Basis Instituts für soziale Planung, Beratung und Gestaltung, das im Auftrag des Landratsamtes im Februar 2010 die Ergebnisse seiner Erhebungen veröffentlichte. Die Prognose bildet eine der Grundlagen für die Erstellung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises. Die Bevölkerungsprognose vergleicht die beiden größten Städte des Landkreises: Mühldorf und Waldkraiburg. Noch ist Waldkraiburg die einwohnerstärkste Stadt, doch sie schrumpft und wird sich wohl um 2030 von Mühldorf ablösen lassen müssen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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