Der Schock sitzt tief

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Der Tatort: Die HEM-Tankstelle in der Watzmannstraße.

Kraiburg - Bei dem bewaffneten Raubüberfall, der gestern Abend auf die HEM-Tankstelle verübt worden ist, wurde glücklicherweise niemand verletzt. Der Schock sitzt bei den Betroffenen trotzdem tief.

"Ich habe schon damit gerechnet", erzählt der Pächter der HEM-Tankstelle in Kraiburg, der nicht erkannt werden möchte. "Die Aral- und die Shell-Tankstelle in Waldkraiburg sind schon ausgeraubt worden, es war klar, dass wir auch mal dran sind." Nervös zieht der 38-Jährige an seiner Zigarette. "Aber wie soll man sich auch schützen?" fragt er ratlos.

Auf dem Überwachungsvideo spielen sich Szenen wie im Film ab. Zwei dunkel gekleidete Männer mit verdeckten Gesichtern betreten den Tankstellen-Shop. Einer geht sofort hinter die Theke, der andere bleibt davor stehen. Sie scheinen zunächst die Kasse gar nicht zu finden, dann gibt es Probleme beim Öffnen. Die Mitarbeiterin der Tankstelle, eine 20-jährige Kraiburgerin, ist grade dabei den Boden zu wischen, als einer der Männer sie schließlich auffordert, die Kasse zu öffnen. Er zieht eine Pistole unter seinem Pulli hervor und legt sie demonstrativ auf die Theke. Das Mädchen bleibt ruhig, öffnet die Kasse und ohne Zögern entnehmen die beiden Männer das gesamte Geld.

"Ich bin sehr froh, dass meiner Kollegin nichts passiert ist", meint der Pächter der Tankstelle. Unter Schock habe sie ihn nach dem Überfall angerufen. "Ich habe dann sofort die Polizei verständigt."

Derzeit laufen die Ermittlungen der Kripo Mühldorf auf Hochtouren. Hinweise auf die Täter sind an Tel. 08631 / 3673-0 zu richten.

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Anette Mrugala

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