Schilder gegen "Geisterradler"

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Bei der "Enthüllung" des ersten "Geisterfahrer"-Schildes an der Fußgängerquerung auf der Bayernbrücke (von links): Bürgermeister Siegfried Klika, Verkehrsreferentin Margit Roller, Siegfried Oswald von der Stadtverwaltung, Markus Steinmaßl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion, der Verkehrskehrsbeamte Josef Streck von der Inspektion und Harald Jungbauer, stellvertretender Vorsitzender der Kreisverkehrswacht.

Waldkraiburg - An den Autobahnen haben sie sich schon bewährt und konnten die Zahl der Geisterfahrer reduzieren. Ähnliche Schilder gibt es jetzt auch auf Radwegen.  

In der Berliner Straße in Waldkraiburg sind seit kurzem die ersten im Einsatz. Mit den Schildern "Geisterradler gefährden" verbinden Stadt, Verkehrsexperten und Polizei die Hoffnung, dass die Zahl der Radfahrer, die die Radwege verkehrt rum benutzen, sinkt.

Das Problem gibt es, solange die Radwege beiderseits der Berliner Straße existieren: Viele Radler fahren links und gefährden damit andere und sich selbst, an der Zufahrt zur Berliner Straße auf Höhe des Bahnhaltepunkts und mehreren weiteren Stellen. Am Fußgängerüberweg an der Bayernbrücke, an der Einmündung der Ratiborer Straße, auf Höhe der Norma und an der Einmündung in die Gablonzer-/Riesengebirgsstraße wurden insgesamt vier "Geisterradler"-Schilder, je zwei auf beiden Seiten, angebracht.

Denn heuer gab es bereits einen Unfall, mahnt Polizeioberkommissar Josef Streck, der bei der örtlichen Inspektion für den Bereich Verkehr zuständig ist. Öffentliche Appelle und Hinweise zeigten nicht den gewünschten Erfolg. Schwerpunktkontrollen der Polizei vor einigen Monaten hatten zwar kurzfristig gewirkt, vor allem bei Schülern. Doch nach wie vor ist die Zahl der "Geisterradler" zu hoch.

Eine Freigabe der Radwege in beide Richtungen, wie sie auch schon gefordert wurde, ist nicht möglich, weil der Weg nicht breit genug ist. Unfälle wären vorprogrammiert. Und für bauliche Veränderungen ist kein Platz vorhanden.

Die Idee mit den "Geisterfahrer"-Schildern kommt laut Siegfried Oswald von der Stadtverwaltung aus Regensburg. Die Verkehrsschau entschied sich für eine ähnliche Aktion in der Berliner Straße, die Kreisverkehrswacht war bereit, die Kosten für die Schilder zu übernehmen.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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