Die Renovierung ist abgeschlossen

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Auch der Altarraum erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz.

Jettenbach (wn) - Die Renovierungsarbeiten in der Kirche St. Michael in Grafengars sind abgeschlossen. Aus alten Urkunden geht hervor, dass die Kirche bereits 1420 bestand.

Die Grundzüge der Kirche entstammen romanischer Bauzeit. Das Gewölbe war gotisch und wurde nach 1756 barockisiert. Die Mauerstärke und die Fundamente lassen vermuten, dass der Turm und das Kirchenschiff bis zur ersten Altarstufe den ältesten Kirchenraum umfasste. 1736 wurde das Dorf Grafengars durch Graf Ignaz Felix von Toerring-Jettenbach von Kurfürst Albrecht gegen einzelne Toerringsche Höfe eingetauscht. Den Kirchenschutz über St. Michael übernahm dabei der Graf. 1749 wurde das Ölgemälde des Hochaltars von Gräfin Theresia von Toerring, geborene Arco, die eine große Gönnerin der Kirche war, gestiftet. Deshalb sind auch im Wappen über dem Hochaltar die drei Bögen der Familie Arco zu sehen.

Im Jahr 1756 brach ein Brand aus, der große Teile des Innenraums vernichtete. Die Wiederbeschaffung und Finanzierung der beiden Seitenaltäre und der Kanzel machten der armen Pfarrei beträchtliche Sorgen. 1770 konnte das linke Altarbild "Heiliger Georg" durch den Franziskanerpater Simon aus Dingolfing neu geschaffen werden. Der Künstler des rechten Altarbildes "St. Anna" ist nicht bekannt. Beide Altäre wurden 1960 aus der Kirche entfernt und galten als verschollen. Durch Recherchen von Kurat Pater Josef Stemmer wurden die beiden Altarbilder bei dem Kirchenmaler Holzner in Ampfing gefunden. Dieser hat die Bilder wunderschön restauriert. 2006 kamen sie nach Grafengars zurück. Bei den Arbeiten in diesem Jahr wurde der Hochaltar mit dem Bildnis des Erzengels Michael beim Höllensturz Luzifers restauriert. Der Volksaltar, der ein Teil des ehemaligen Seitenaltars ist, wurde ebenso wie der Tabernakel und die Kanzel mit der Taube, als Symbol des Heiligen Geistes, neu gefasst. Der gesamte Kircheninnenraum wurde gestrichen und damit neu gestaltet. Er erstrahlt in neuem Glanz und neuer Helligkeit.

Am Kirchenturm wurden die schadhaften Lärchenschindeln ausgetauscht. Die Sakristei erhielt neue Möbel, und auch der Raum über der Sakristei leuchtet wieder. Hier wurden Putz und Stuck ausgebessert und eine neue Elektrik installiert. Erneuert wurden der Schrank, die Bestuhlung und vier Podeste für Heiligenfiguren. So erhält man zusätzlichen Platz für Festtage, Hochzeiten oder Beerdigungen. Außerhalb der Kirche St. Michael wurde die St.-Anna-Kapelle (Schillmaier-Kapelle) restauriert. Die Kosten hierfür übernahm die Brauerei Toerring. Auch in der St.- Apollonia-Kapelle wurde der schadhafte Putz ausgebessert und die Außenwände neu gestrichen. Dr. Helmut Wiedemann malte das Bild der heiligen Apollonia. Der Innenraum der Kapelle wird von Marianne Meyer ausgeschmückt.

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